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XLII die es begleitenden Germanen und die, welche bereits in den Waldungen verborgen harrten, plötzlich in Rücken und Planke an. In diesem überaus schwierigen Terrain waren die Römer nicht mehr überlegen, die Sorglosigkeit des Varus hatte der Unordnung des Marsches Vorschub geleistet, sie liess sich nicht überwinden. Mühsam endlich kam das Heer an einen passenden Platz, von den Germanen gewissermassen dahin geschoben, denn zurück durfte Varus nicht mehr. Auf dem Plateau Veldrom lagerte dann das stark verwundete Heer, aber noch im Walde, welcher damals auch bis fast an die Route Horn-Alteubeken gereicht haben wird, (Kalkboden). Nach solchem Kampfe kann kein mächtiges Lager errichtet worden sein und es ist anzunehmen, dass die Germanen dasselbe bestürmten! (Florus.) Die Römer erleuchteten aber die Nacht durch Verbrennung alles Entbehrlichen. Am anderen Morgen zogen sie in besserer Ordnung weiter, weil ihnen das Terrain dieses gestattete! Sie marschirten nun wahrscheinlich in Gefechtsformation, es gab vom Lager über Veldrom-Kempen hinab keine steilen Hänge, zahlreiche Schluchten und Klüfte! An dem Brennrigen Nacken aber, jenseit des Passes, hebt das „medio campi" die lichte Stelle an (wie Rave übersetzt, „Mittelfeld zwischen Waldungen"). Hier steht heute erst mühsam hervorgebrachter Fichtenwald. Der Brennrige Nacken steigt sanft an, fällt aber dann steil nach Osten gegen Sandebeck ab. Er kann hier nur von Fussvolk be-schritten werden. Die „lichte Stelle" kann bis jenseit Sandebeck gereicht haben, welches in ziemlich engem Thalkessel, durchsetzt mit Gewässern, Spuren von Sümpfen etc. liegt. Jenseit um Sandebeck herum erheben sich wieder ansehnliche Berge, Buchenwaldungen, ebenfalls mit Sümpfen durchsetzt. Das Feld um Sandebeck zeigt keinen „losen", eher Kleiboden. Sieht man vom Brennrigen Nacken hinab, dann überzeugt man sich dass dies eine wirkliche Falle war! Varus rastete wahrscheinlich blos auf der lichten Stelle. Dennoch mag es nicht ausgeschlossen sein, dass Varus — ohne dass es erwähnt wird — nochmals bei Sandebeck die Nacht zugebracht oder gelagert hat. Wahrscheinlich ist, dass das Heer, die Reiterei auf dem linken Flügel, |
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