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Gebiet gegeben. Das Festessen nahm einen glänzenden Verlauf. Ganz besonders gedachte der Berichterstatter auch der von der Stadt Schlüchtern den anwesenden Vereinsmitgliedern bewiesenen Gastfreundschaft. Bei dem Ausflug nach der Steckelburg war die Betheiligung eine aussergewöhnlich starke; derselbe bildete nahezu den Glanzpunkt der diesjährigen Versammlung. Mit Genehmigung des Besitzers der Burg, Rittmeister Stumm, fand eine eingehende Besichtigung derselben statt. An der Führung betheiligte sich ein behufs Ausführung von Renovirungsarbeiten dort anwesendes früheres Mitglied unseres Vereins, Herr Bautechniker Zierenberg; derselbe gab das Versprechen, dem Herrn Referenten Mittheilung zugehen zu lassen, falls sich bei Ausführung der genannten Arbeiten historisch Beachtenswerthes ergeben sollte.

Demnächst hielt Herr Major Dahm den angekündigten Vortrag über „neue Entdeckungen bei dem Uebergang des Limes über den Doppelbiergrabensumpf in der Bulau bei Hanau.“

Wie in dem „römischen Grenzwall bei Hanau“ Seite 13 ausgeführt worden ist, war der Pfahlgraben an denjenigen Stellen der Strecke Grosskrotzenburg-Rückingen, wo der Limes das sogenannte Torfbruch und den Doppelbiergrabensumpf überschreitet, unterbrochen. An letzteren tritt der Wall sowohl von Norden als von Süden mit einer eigentümlichen Flankenbildung heran und auch auf der nördlichen Seite des Torfbruchs findet sich ein solcher flankenartiger Ansatz vor. An allen drei Stellen ist der Wall durch doppelte Brechung bis unmittelbar an die etwa 40 Meter hinter dem Pfahlgraben herziehende und auch die genannten beiden Sümpfe überschreitende Militärstrasse herangezogen. (Siehe Tafel II des Grenzwalles.) Diese eigenthümliche und an die moderne Befestigungsmanier erinnernde Brechung des Walles machte mich anfänglich, als ich dieselbe vor einigen Jahren entdeckte, stutzig und es war nicht leicht, eine einigermassen annehmbare Erklärung für dieselbe zu finden; nunmehr ist der Zweck dieser Einrichtung jedoch vollkommen sicher festgestellt. Im vergangenen Jahr machte nämlich der Königliche Förster Lange zu Neuwirths-

 

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