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Miscellen zur Geschichte des siebenjährigen Krieges.

Der bekannte Schriftsteller Johannes von Müller erzählt im Frankfurter Conversationsblatte vom 7. Januar 1842 folgende Anekdote über eine Begegnung Friedrichs des Grossen mit dem landgräflich hessischen General Eitel von und zu Gilsa:

General Gilsa (nicht Gülse!) jagte mit 6000 Hessen 13000 Franzosen in die Flucht. Auf Friedrichs II. Frage: „Wie hat Er das gemacht?" antwortete er: „Es ging leicht, Ew. Majestät, ich sagte: „Kinder haltet Euch gut oder der Teufel soll Euch holen!" — „Und das war genug?" „Ja, es waren ja Hessen, lauter Hessen, und ihren Gilsa kannten sie!" Der König übersandte ihm eine goldene Dose: „Hm, der König hätte sie mir wohl selbsten geben können!" Friedrich liess ihn nochmals rufen und umarmte ihn. „Hol mich der Teufel!" rief Gilsa schluchzend, „Ew. Majestät sind ein grosser General und wenn wir wieder zusammen kommen, sollen meine Hessen ihre Schuldigkeit thnn, thuns Ew. Majestät mit Ihren Preussen auch!"

Auf Grund zweier mir im Original vorliegender Briefe Friedrichs II. an meinen Ur-Urgrossvater, ferner eines Kriegstagebuches seines Sohnes und endlich hochgehaltener Familientraditionen, vermag ich diese Erzählung, welche von mehreren Schriftstellern (u. A. von Renouard) weiter verbreitet wurde, wesentlich zu berichtigen und zu ergänzen. — Im December 1759 führte der Erbprinz Carl von Braunschweig dem alten Fritz, auf seinen wiederholt an Herzog Ferdinand geäusserten Wunsch hin, ein Hülfscorps von Hannoveranern, Hessen und Braunschweigern zu, dessen eine Division General Gilsa, die andere der Prinz von Bevern kommandirte. Den 25. December trafen diese Truppen in der Umgegend von Freiberg in Sachsen ein, worauf der König denselben Stellung in seiner Vorpostenkette gegen die Oesterreicher anwies.

Mitteilungen.                                                            C

 

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