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XXXIX Monate dieses Jahres fallenden Entdeckungen des Vortragenden die endgültige Entscheidung der Frage bereits angebahnt gehabt hätten. — Etwas zurückgreifend wurde nun der epochemachenden Untersuchungen des älteren Paulus gedacht, welcher behufs abschliessender Feststellung des südmainischen Grenzwallzuges im Jahre 1861 die über 100 Kilometer lange Strecke von der schwäbischen Alb bis zum Maine Schritt für Schritt durchwandert und sich dabei das grosse Verdienst erworben hatte, dass er den unentwegt schnurgeraden Verlauf der Grenze auf dieser ganzen Strecke nachwies, das Princip der wesentlich regelmässigen Entfernungen der Hauptgrenzkastelle und der Wachthäuschen untereinander fand, die so wichtigen Profile von Wall und Graben feststellte und einen der Hauptzwecke des Pfahlgrabens in seiner Bestimmung erkannte, als wohlbewachte Beobachtungs- und Alarm-Linie entlang der Reichsgrenze zu dienen. Paulus war auch, wie Redner hervorhob, auffälligerweise von den sämmtlichen Forschern, welche, wie Hansselmann, Wenk, Buchner, Steiner, James Yates, Arnd, den Pfahlgraben über Walldürn an den Main gelangen lassen, der erste gewesen, welcher die Strecke zwischen Walldürn und dem Flusse zusammenhängend an Ort und Stelle untersuchte. In consequenter Anwendung des neuentdeckten Princips unbedingter Geradlinigkeit des Grenzwallzuges setzte Paulus diesen denn auch von Walldürn ab in derselben nordwestlichen Richtung fort bis zum Maine, ½ Kilometer unterhalb Freudenberg. Merkwürdigerweise liegt hier genau in der Linie auf einem Vorsprung des steilen Uferabhanges eine uralte Befestigung, ein Mittelding zwischen Ringwall und Burg, vom Volke das alte Schlösschen, oder das Räuberschlösschen genannt. Wie Steiner 36 Jahre zuvor hielt auch Paulus dieses Werk für ein kleines römisches Kastell zum Schutze des Flussüberganges, und im Verfolg eines an der Ostseite abwärts ziehenden Grabens, des vermeintlichen Pfahlgrabens, glaubte er in einem Einschnitt der jenseitigen Uferterrasse auch dessen rechtsmainische Fortsetzung zu erkennen, für welche er denn eine Reihe von Oertlichkeiten im westlichen Spessart als vermuthliche Berührungspunkte auf dem Weiterzuge bis Damm
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