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XLVIII

[Trümmerhügel] hügel (mit einem Mauerviereck von 4,80 m. Seitenlänge) an der mit der einstigen römischen Reichsgrenze zusammenfallenden Gemarkungsgrenze zwischen Gottersdorf und Reinhardsachsen auf weitschauendem Höhepunkte der »Wolfshecke« festgestellt, und dann war bereits am Abende desselben Tages ein Stück der Frontmauer des kleinen Kastelles freigelegt, welches nun mit entsprechender Hülfsmannschaft im Verlaufe der nächsten 2 Tage als Kern des (mit zahlreichen Spukgeschichten umkleideten) »Schlosses« in der Hasselburg bei Reinhardsachsen in seinen wesentlichen Theilen ausgegraben werden konnte. Am Auslauf des Pfahlbachthales auf niederer Terrasse 60 Schritte hinter der Linie gelegen, stellte diese kleine Feste sich als ein Rechteck von 54 zu 43 m. Seitenläüge [Seitenlänge] dar, mit abgerundeten Ecken und 1,35—1,50 m. dicker (grösstentheils jedoch zum Reinhardsachsener Kirchenbau um 1780 ausgebrochener) Umfassungsmauer, auf 3 Seiten von einem 4,30 m. breiten und 1,70 m. tiefen Spitzgraben umgeben.

Etwas mehr als 500 Schritt ostwärts in der Linie wurde hierauf alsbald in der Feldflur »Gesengte Hecken« die durch Gefässscherben und Mörtelspuren kenntliche Stelle des nächsten (wegen Besamung des Grundstücks erst später ausgegrabenen) Wachthauses ermittelt, und im anstossenden Distrikt mit dem bezeichnenden Namen »Schweinegraben« liess sich denn auch zum ersten mal in noch ziemlich deutlichem Profil auf 200 Schritt Länge ein Stück des ehemaligen Grenzwalles mit noch 1½ m. hohem Walle und 4,70 m. breitem, nach erfolgter Ausräumung späterer Einlagerungen 1½ m. tiefem Graben erkennen, auch hier wieder die Gemarkungsgrenze zwischen Reinhardsachen und Geroldshahn bildend. Sechshundert Schritte weiter oben am sanften Waldabhang »Tannen« konnte demnächst wieder ein Wachthaus (mit nur 4,20 m. Seitenmass) ausgegraben und in gleichweitem Abstand südostwärts auf der Gemarkungsgrenze zwischen Geroldshahn und Glashofen der sehr verwischte Rest des nächstfolgenden nachgewiesen werden. Mit Berichtigung einer Ungenauigkeit der (50,000 theiligen) topographischen Karte wurde dabei festgestellt, dass der Pfahlgrabenzug mitten durch den

 

 

 

 

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