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LII durch zahlreiche, Querschnitte auf fast 3 Km. Länge, den einstigen römischen Wallgraben in übereinstimmendem Profile von 5½ m. Breite und 1½ m. Tiefe unzweifelhaft nachweisen zu können. Es zeigte sich dabei, dass die Richtungsveränderung im Centgrafengereut“, wie im „Kehrn“ sich in scharfem Winkel (nicht im Bogen) vollzogen hatte. Ein auf der Grabensohle nahe dem Wendepunkt im Gewann „Kehrn“ angetroffenes Bruchstück eines römischen Dachziegels deutete offenbar auf ein einstiges Wachthaus an dieser Stelle hin, und im anstossenden Distrikt „Altziegelhaus“ wurde bei dieser Gelegenheit das Fundament des dort vermutheten Wachthauses wirklich aufgefunden. — Zusammenfassend konnte hiernach Redner mit Recht aussprechen, dass nun die Paulus’sche Darstellung einer vermeintlichen gradlinigen Fortsetzung des Grenzwalles von Walldürn bis an den Main bei Freudenberg unläugbar als vollkommen haltlos erwiesen, dass dagegen vom genannten „Centgrafengereut“ bis zu den „Hönschhecken“ in einer Erstreckung von 15 Km. der thatsächliche Pfahlgrabenzug durch eine ununterbrochene Kette sicherer Anhaltspunkte und Beweisstücke als unzweifelhaft festgestellt erschienen sei. Zur Ehrenrettung eines so verdienten Forschers wie Paulus unterliess aber auch der Vortragende nicht, hervorzuheben, dass er dessen Angaben bezüglich des Limesabschnittes südlich vom Centgrafengereut bis zur Badisch-Württembergischen Grenze bei Hergenstadt bei einer auf Wunsch des Badischen Conservators der Alterthümer im October 1880 (zusammen mit Karl Christ von Heidelberg) unternommenen Bereisung dieser Strecke, und eingehender noch bei einer wiederholten Besichtigung im nächsten Jahre, als vollkommen zutreffend und zuverlässig gefunden habe, wie denn der gleiche Nachweis für den Pfahlgrabenzug innerhalb des Königreichs Württemberg durch eine staatliche Prüfungskommission von Fachmännern schon im Herbste 1878 erbracht worden war. Ergänzend führte Redner noch an, dass es ihm im October 1882 und nachträglich im nächsten Jahre vergönnt gewesen sei, das oftgenannte Alteburg-Kastell bei Walldürn auszugraben. Dasselbe habe sich als ein
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