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LX erscheinen werde; hierauf erstattete der Vorsitzende Bericht ober die 54. Jahresversammlung des hessischen Geschichtsvereins zu Hersfeld — auf welchen wir unter Kassel verweisen — wobei ausdrücklich erwähnt wird, dass der Hanauer Verein für die Beschickung der Jahresversammlung des Gesammtvereins von Deutschland sein Recht der Beschickung durch einen Vertreter gewahrt habe. Hierauf gibt Dr. Eisenach als Einführung zum Ausflug des Geschichtsvereins Mittheilungen zur Geschichte der Ronneburg bei Büdingen. Dieser Ausflug fand mit Wagen am 26. August statt. Morgens 11 Uhr setzten circa 30 Geschichts-Freunde und Freundinnen trotz des strömenden Regens sich in Bewegung. Diese feuchtfröhliche Partie gelang vorzüglich und wird Allen in angenehmer Erinnerung bleiben, zumal es gelang durch Momentphotographien recht hübsche Aufnahmen zu bewerkstelligen. Der Burgvogt hatte für leibliche Nahrung gesorgt, für geistige sorgte der Anblick der Reste der überaus schönen zum Theil noch wohl erhaltenen Ruinen und der Vortrag des Dr. med. Eisenach, welcher auch später den Führer und Erklärer der einzelnen Burgtheile abgab. Aus dem Vortrage im alten prächtigen Rittersaale wäre etwa nur folgendes anzuführen, da Vortragender eine genauere Geschichte der Ronneburg im Vereine selbst noch mittheilen wird. Aus der Zeit der Dynasten von Büdingen (ausgestorben 1247) geschieht nirgendwo der Ronneburg Erwähnung, erst unter dem Gan-Erben derselben, dem Grafen Gottfried von Hohenlohe-Brauneck, wird castrum Ronneburg erwähnt und ist die wahrscheinliche Erbauungszeit 1256—57, in Lehn erhielt es ein Hohenloher Vasall der Rudekeymer (das benachbarte Rüdigheim) und nannten diese Seitenzweige des Geschlechtes sich Ritter von Ronneburg bis zum Jahre 1313, in welchem das Schloss nebst andern Besitzungen für 4500 Gulden in den Besitz des Erzbisthums Mainz gelangte. Mainz vergrösserte die Burg selbst bedeutend und liess sie auch, da es dieselbe häufig verpfändet hatte, durch die Pfandinhaber auf seine Kosten vergrössern, so dass die Burg nebst Zubehörungen 1405 mit 14000 Gulden eingelöst werden musste. Von 1426
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