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XLVII [gesammelt] sammelt hat und in seinen Hauptpunkten mittheilte, ist sehr reichhaltig und interessant. — 7) Postverbindung zwischen der hessischen und taxischen Reichspost 1561. Gleichzeitig mit der Einrichtung der Post von Kassel über Heidelberg nach Stuttgart verordnete Landgraf Philipp durch ein besonderes Schreiben an seinen Keller zu Darmstadt, dass seine französische Correspondenz von Darmstadt nach Reinhausen an den dortigen taxisschen Postmeister gesandt würde. Im Jahre 1574 erfolgte die Leitung der französisch-hessischen Correspondenz über Heidelberg-Reinhausen. — 8) Im Jahre 1563 wurde eine laufende Post zwischen dem Kurfürsten August zu Sachsen, Hessen und dem Prinzen zu Oranien eingerichtet, welcher der Herzog Wilhelm von Cleve und Berg den Durchzug durch sein Land gestattete. — 9) Im Jahre 1564 richtete der Kurfürst August von Sachsen und der Herzog Wilhelm zu Jülich eine Post zwischen ihren beiden Ländern ein, welche ihren Lauf mit Genehmigung des Landgrafen Philipp durch Kassel nahm. — 10) Im Jahre 1573 wurde eine Post eingerichtet, zwischen Marburg und Dessau durch Landgrafen Ludwig zu Marburg und den Fürsten Joachim Ernst zu Anhalt. — 11) Im Jahre 1577, als in Frankfurt der sog. Deputationstag abgehalten wurde, bat Herzog Julius von Braunschweig den Landgrafen Wilhelm in Kassel um die Genehmigung, die hessische Post von Kassel nach Frankfurt mitbenutzen zu dürfen; er würde seine Briefe nach Kassel besorgen, bezw. daselbst abholen lassen. — 12) Eine fürstliche Reise, im Jahre 1587. Landgraf Wilhelm in Kassel besuchte im Jahre 1587 den Herzog Julius von Braunschweig; er nahm seinen Weg nach Wolfenbüttel über Gandersheim, Halle, Halberstadt und Wollmirstedt. Vor seiner Abreise gab er seinen Beamten Befehl, ihm während seiner Abwesenheit von Kassel alle ankommenden Briefe und Zeitungen ungesäumt auf der verordneten Post »als vff Hall vndt Wolmerstedt« nachzusenden; er gab denselben die Orte an, wo er die Post erwarten wolle. Die Reise ist wegen der angeordneten Reisepost des Landgrafen merkwürdig.— Nachdem der Vortragende so die Einrichtung der ältesten hessischen Posten dargelegt hatte, ging er zur Besprechung der ältesten hessischen Postbücher über,
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