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XLVIII die er im Marburger Königl. Staatsarchive benutzt hat. Es sind dies folgende: 1) 2 Grossenlindener Postbücher für 1582 und 1599: 2) 2 Kasseler Botenregister für 1572/73 und für 1591/92: 3) l Postregister von Witzenhausen für 1572; 4) l Limburger Postbuch für 1582. und 5) l Botenregister zu Marburg aus dem Jahre 1606. Der Vortragende führte aus, dass die beiden Grossenlindener Postbücher die einfachsten seien von den erwähnten, da sie nur die Namen der Boten, die Angabe des gezahlten Botenlohnes, sowie die fortwährende Bezeichnung: »nach Limburg gelaufen« enthalten. Der Postschreiber, welcher diese beiden Postbücher geführt hat, heisst Melchior Schieferstein. Grossenlinden, eine Station des Kassel-Darmstädter Postkurses, war deshalb noch bedeutend, weil hier sich die Post nach Limburg und Rheinfels abzweigte. Das Postbuch von 1599 enthält ausserdem noch eine Rechnung des Landgrafen Ludwig zu Marburg über eine Reise, welche er in der Zeit vom 27. April bis 9. Mai 1599 zur Abhaltung des sog. Probationstages (zum 1. Mai in Worms) nebst Gefolge ausgeführt hat. Das in Hessen damals übliche Geld war der Gulden; derselbe wurde bald zu 24, 26, auch 27 Albus gerechnet; der Albus hatte 12 Heller. Die Rechnung des Landgrafen Ludwig ist in Batzengulden und Kreuzern ausgestellt und zwar waren nach dieser Rechnung 4 Kreuzer = l Batzen, 15 Batzen = l fl., l Batzen war = l Albus 9 Heller. Das Kasseler Botenregister für 1572/73 ist von dem Kasseler Botenmeister Erhard Broband vom 24. Januar 1572 bis letzten Mai 1573 in gemeinsamen Sachen für die vier Landgrafen geführt worden; es war dieses also eine hessische Gesammtpost; daneben hat jeder Landgraf noch eigene Posten gehabt, die nur für seine eigene Rechnung unterhalten wurden, wie aus einer Angabe dieses Postbuches selbst zu ersehen ist. Die Einträge dieses Postbuches enthalten gewöhnlich ausser den Namen der Boten und der Angabe des gezahlten Botenlohnes noch Angaben über die Absender und Empfänger der Briefe; auch wird der Inhalt der Sendung oft erwähnt und angegeben. Die Führung dieses Postbuches ist durchweg durch den Magister Johann Uloth erfolgt, welcher Name uns auch noch im folgenden Jahrhundert
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