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18 des wärmsten Dankes und verband damit die Hoffnung, dass Herr von Stamford auch fernerhin dem Vereine sein reges Interesse bewahren werde. 2) Bekanntmachung einer Zuschrift des Herrn Regierungspräsidenten in Sachen der Erhaltung des Dechaneigebäudes. Sie lautet: Königl.
Regierung. Die sowohl mir, als auch, dem Herrn Minister der geistlichen etc. Angelegenheiten und dem Herrn Oberpräsidenten abschriftlich vorgelegte Vorstellung, die der Vorstand unter dem 4. Februar c. im Interesse der Erhaltung der sogenannten Dechanei am Martinsplatz hierselbst an den Oberbürgermeister der Stadt Kassel gerichtet hat, hat zu einer sorgfältigen Prüfung der Sache schon Anlass gegeben, ehe städtischer Seits ein Antrag auf Abbruch des genannten Gebäudes zum Zwecke der Freilegung der Westfront der St. Martinskirche gestellt war. — Nach solcher Prüfung kann ich zu meinem Bedauern mich der Auffassung und den Schlussfolgerungen der erwähnten Vorstellung nicht in ihrem ganzen Umfange anschliessen. Wenn auch der historische und kunsthistorische Werth des Dechaneigebäudes nicht verkannt wird, und ihm unter gewöhnlichen Verhältnissen der Schutz der staatlichen Denkmalspflege gerne gewährt werden würde, so steht dasselbe doch in diesen historischen Beziehungen, wie auch vom künstlerischen Standpunkt betrachtet, so weit hinter der St. Martinskirche in ihren alten, wie in ihren neuen Theilen zurück, dass das Opfer der Dechanei nicht gescheut werden darf, wenn es gilt, die Martinskirche von der Westseite her in angemessener Entfernung für den Anblick freizulegen und dazu die durch den Brand der Rosenzweig’schen Fabrik geschaffene günstige Lage auszunutzen. — In Übereinstimmung mit dieser Auffassung hat der Herr Minister der geistlichen etc. Angelegenheiten sein Einverständniss mit der Abbrechung der Dechanei erklärt und mich beauftragt, den Vorstand danach zu bescheiden. Ich verfehle dabei aber nicht, dem Vereinsvorstande für die Bethätigung seines Interesses an der Erhaltung der heimischen Baudenkmale meine Anerkennung auszusprechen und dem Opfer gegenüber, das jetzt gebracht werden muss, dieser Anerkennung den Wunsch beizufügen, dass der Verein sein Interesse den vielen schönen Holzhäusern hiesiger Stadt erhalten und namentlich dahin bethätigen möge, dass er soviel als möglich die Besitzer veranlasse, nach dem Vorbilde der Städte Hildesheim, Braunschweig u. s. w. ihre Häuser von den späteren Zuthaten namentlich von dem Überputz der schönen Holzformen zu befreien, wie dies ja mehrfach mit bestem, allseitig erfreuenden Erfolg geschehen ist. Der Regierungs-Präsident
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