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Redner sprach sodann Herrn Zahn als dem uneigennützigen Förderer der Denkmalsidee den Dank des Vereins und aller Freunde der vaterländischen Vergangenheit aus und endigte, indem er den Denkstein zugleich als Mahnung bezeichnete, allezeit dem Erbfeinde zu Trutz, treu zu Kaiser und Reich zu stehen, mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser.

Hiernach übergab Herr Dr. Brunner das Denkmal, das auf fiskalischem Boden steht *), der Forstverwaltung, in deren Namen Herr Forstmeister Mehlburger (Oberkaufungen) demselben in einer warmen Entgegnung steten Schutz zusagte.

Die Festrede**) hielt sodann Herr Dr. med. Schwarzkopf, der in klarem und von warmer Begeisterung getragenem Vortrag ein farbenprächtiges Bild von jenem Heldenkampfe der Hessen und Hannoveraner zeichnete und zum Schlusse auf die Hessische Heimat ein Hoch ausbrachte.

Nach dem officiellen Theile entwickelte sich bis zum späten Abend bei den zahlreich aufgeschlagenen Tischen, an denen Wirth Hellwig aus Sandershausen für Speise und Trank sorgte, ein buntes Leben und Treiben; aus dem Vereinsfest wurde ein Volksfest im besten Sinne des Wortes. Der Geschichtsverein durfte sich Glück wünschen, hat er sich doch, wie zahlreiche Äusserungen aus jenen Tagen beweisen, mit diesem Feste vom 23. Juli 1892 in den weitesten Kreisen warmen Beifalls und dankbarer Zustimmung zu erfreuen gehabt.

Am 15. September 1892 veranstaltete der Verein einen Nachmittags-Ausflug nach dem Hirzstein im Habichtswald, an welchem sich etwa 60 Personen — Herren und Damen — betheiligten. Der Weg wurde von den Meisten von der Haltestelle der Trambahn aus durch das Wilhelmshöher Villenviertel über das Forsthaus am Kuhberg und über den hohen Baum hin genommen, von wo aus um Uhr das Endziel erreicht wurde.

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*) Die Genehmigung zur Aufstellung wurde ertheilt durch Zuschrift der Königlichen Regierung zu Kassel vom 9. Mai 1892.

**) Abgedruckt ihrem Wortlaute nach in der „Kasseler Allgemeinen Zeitung“. 1892. Nr. 203.

 

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