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- 32- nicht zu verlassen wagte, in seinem Berichte nicht anzugeben. Jedenfalls haben die Treysaer den Anschluß an die Homberger nicht erreicht. In Jesberg und 5 benachbarten Dörfern wurde nach dem Berichte des Friedensrichters Biskamp zum Aufstand aufgerufen, aber ohne jeden Erfolg. In JSTeumorschen ritt am 22. April abends um ½ 10 Uhr der Student Louis v. Trott aus Schwarzenhasel im Galopp ein und verlangte, daß Sturm geläutet werde. Er habe eine Proklamation Dörnbergs zu verlesen und zum Aufstand gegen die westfälische Regierung aufzufordern. Der Maire Kersting und der Greffier Köhler traten ihm sehr entschieden gegenüber, verweigerten auf seine Forderungen einzugehen, und nötigten ihn schließlich, unverrichteter Sache wieder fortzureiten. Im Werratal blieb alles ruhig. Die strenge Niederwerfung des Refraktäraufstandes von 1806 war nicht ohne Folgen geblieben. Man wagte nicht mehr, wieder den Stachel zu locken. In Witzenhausen hatte man zwar schon am 8. April einen Zettel an der Kirchtür angeschlagen gefunden, der die Worte enthielt: „Ein Jeter ist gezwungen, die Rewellion mit anzufangen, Alle die ihr Leben behalten wollen, Kommen Bewabent, was er hatt, auf den Schützenhof d. 10ten Abr. um 4 Uhr des Nachmitdags. Oder Es wird alles verbrand und zu Tod gebracht“. Es wurde darauf einiges Militär nach Witzenhausen verlegt, im allgemeinen aber auf den Bericht des Maires Hüpeden hin der Sache kein Wert beigelegt. Sie hatte denn auch keine weiteren Folgen. In Allendorf a. W. erschienen am 23. April morgens der Forstassistent Karl v. Eschwege-Reichensachsen und der Fähnrich v. Hasserodt vom ehemaligen Regiment v. Wurmb, welcher letztere schon am Aufstande von 1806 teilgenommen hatte. Sie versammelten die Einwohner auf dem Kirchhof und forderten sie auf, sich der Erhebung anzuschließen und die Sturmglocke zu ziehen. Aber sie hatten keinen Erfolg. Der Maire Stephan nahm sogar dem Fähnrich v. Hasserodt die gespannte Pistole aus der Hand und schüttete mit |
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