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- 161 - Cock, lobenswürdig. Dieser Mensch, welcher nach dem Zeugnis des Capitains, das ihm vollkommen so viel werth ist, als wenns ihm der Neid selbst ertheilte, der stärkste Seemann und zugleich ein groser Schwimmer ist, war in dem moment parat, legte alle seine Kleider ab, nahm einen Thau in die Hand und stieg ins Wasser, um auf allen Fall den unglücklichen zu retten, wenn er unserem Schiff nahe kommen solte, da immittelst der Capitaine das Schiff dergestalt dirigiren lies, daß es dem Kingston sich nähern muste. Allein zu allem Glück waren diese ruhmwürdige Vorkehrungen unnötig, indem ein vom Kingston sofort herabgelassenes Boat diesen ins Wasser gefallenen Menschen einholte und, soviel man von unserem Schiff wahrnehmen konte. noch zur rechten Zeit rettete. Ein abermaliger Schrecken, der jedoch mit verschiedenen angenehmen Empfindungen begleitet war. Den 13: den ganzen Tag mit gutem Wind herrlich gefahren. Den 14: desgl. bis gegen 8 uhr des Abends, da sich ein besserer Wind von N.O. einfand und daher auf 2 Canon-Schüsse von dem Emerald sämtliche Schiffe eine andere Wendung machen musten. Weil aber der Wind sehr schwach war, so haben wir die Nacht durch mit halben Seegeln laviren müssen, den 15: desgl. bis den 16. gegen 10 uhr Vormittags, da wir einen ziemlich starken, zwar geraden Wind bekamen, doch den ganzen Tag gut fort-seegelten, bis gegen halb 8 uhr abends, da der Cyclops, welcher nebst dem Emerald jedes eine Brique am Thau nachführten, den Hinter-Mast zerbrochen, und die Diane immittelst noch weiter zurückblieb. Der Cyclops lies das kleine Schiff los, seegelte rückwärts nach der Diane, und der Commodore gab ein Zeichen mit einer Flagge, darauf musten einige Seegel eingezogen werden und wir fuhren die Nacht durch langsam fort, bis den 17: des Morgens in aller Frühe sämtliche Schiffe wieder beysammen waren und mit vollen Seegeln ihren Lauf fortsetzten. Gegen Nachmittag wurde der Wind veränderlich und stille, so daß wir die ganze Nacht bis den 18: gegen 4 uhr abends nur unmerklich fortseegelten. Den 19: früh bekamen wir N.N.W. Wind, welcher ganz contrair war, indessen seegelten wir von der Seite langsam fort. Gegen nachmittag fand sich ein ziemlicher Nebel mit diesem Wind ein, welcher bis 6 uhr dauerte. Heute nachmittag sahen wir einen gepackten ledernen Büchsen-Ranzen auf der See geflossen kommen, welcher vermuthlich ein Hesse, Anspacher oder Hanauer Jäger verlohren haben mag, das sich hiernächst näher zeigen wird. Den 20:, nach dem wir die ganze Nacht so langsam fortgefahren waren, bis heute nachmittag gegen 3 uhr, so gab der Commodore ein Signal, worauf sich sämtliche Schiffe links nach Westen wenden musten, indessen wurde der Wind etwas stärker, obwohl nicht sehr favorable, doch kamen wir von der Seite geschwinder fort als gestern. Den 21: Die verwichene Nacht sind wir so ganz langsam fort- [fortgeseegelt]
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