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ziemlichen Entfernung ein großes dreymastiges fremdes Schiff gewahr. Unser Capitaine gab sogleich ein Signal mit einer grosen Flagge, um den Commodore zu avertiren, und da der Cyclops bereits des Vormittags weit vorausgeseegelt war, um vermuthlich zu recognosciren, so drehete sich der Emerald herum und seegelte vor der Flotte vorbey eine gute Strecke nach der linken Seite zu, indessen daß der Cyclops vor uns von der anderen Seite auf das quaest. fremde Schiff losgieng. Letzterer, der Cyclops, wurde gar bald unsichtbar, das fremde Schiff entfernte sich augenscheinlich und der Emerald kam gegen 5 uhr wieder zur Flotte, der Cyclops aber verfolgte den vermeintlichen armateur1) noch bis selbiger

den 27: des Morgens vor Anbruch des Tages wieder zur Flotte kam, indessen haben wir die ganze Nacht und heute den Tag mit halbem Wind bey guter Witterung eine ziemliche Strecke fortgeseegelt. Den 28: desgleichen, bis gegen Abend, da sich ein starker Nebel einfand, welcher die Nacht durch anhielt, so daß die Flotte sehr getrennt wurde und unser Schiff ganz allein war.

Den 29: allererst gegen Mittag wurden wir 5 bis 6 Schiffe gewahr, die sich dem unserigen näherten, einige Stunden hernach kamen auch die 2 Fregatten und 8 bis 9 andere Schiffe zum Vorschein, der Little dale aber wurde noch immer vermißt, bis gegen 5 uhr nachmittags, da die Sonne den Nebel einigermasen teilte, und wir ermeltes Schiff weit auf unserer linken Seite rückwärts — und als solches die übrigen Schiffe ansichtig wurde, sich umkehren und auf uns zu seegeln sahen. — Um 6 uhr kam der Nebel wieder so stark, daß besondere Wachtposten auf das Vorder- und Hinterdeck und die beiden Seiten des Schiffes ausgestelt werden mußten, um acht zu haben, daß die Schiffe in der Dunkelheit nicht aneinander stosen mögten.

Den 30: den ganzen Tag und die folgende Nacht beständiger dicker Nebel mit abwechselndem, bald stärkerem, bald etwas gelinderem Wind, womit wir zwar immer von der Seite fortseegelten, dabey aber wegen der unangenehmen, naß-kalten Witterung und aus Furcht für einen unvermutheten Unglücksfall und Trennung von der Flotte sowohl die Tages- als Nachts-Zeit sehr mißvergnügt und unruhig zubrachten.

Na Heute wurde man durch den Second Mate von unserem Schiff, welcher in aller früh nach dem Cyclops geschickt worden war, um für einen kranken Matrosen den Doctor zu holen, gewahr, daß das am 27. verfolgte fremde Schiff ein Engl. Privatur1) gewesen, welcher von Charlestown nacher Ireland retourniren wollen.

Den 81: des Morgens gegen 8 uhr fieng der Nebel nachgerade, daß die Sonne höher kam, an sich zu vertheilen und in weniger Zeit sahen wir uns mitten in der Flotte. — Gegen 11 uhr Mittags sahen wir ohnfern hinter unserem Schiff zwey, der Sage nach, nur mittelmäßige Wallfische von einer ziemlichen Größe, die sich von unserer lincken zur rechten Seite zogen und beständig das Wasser

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1) Kaperschiff.

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