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Dafür schmückten 18 eroberte Fahnen das Schiff der Quirinnskirche und der Zauber der Unbesiegbarkeit war dem stolzen Herzog von Burgund und seinem Heere entrissen. An 12 000 seiner besten Streiter hatte er vor Neuß verloren. Als unmittelbare Folge reihten sich für ihn der unglückliche Ausgang seiner späteren Unternehmungen, die Niederlagen von Granson, Murten und Nanzig und sein eigenes frühes Ende an. Mit gutem Hechte kann daher Landgraf Hermann und seinen tapferen Hessen das Verdienst zugeschrieben werden, Deutschland rechtzeitig von einem äußerst gefährlichen und mächtigen Gegner befreit und so vor vielen künftigen Wirrsalen bewahrt zu haben. — Zum Schlüsse verbreitete sich Redner noch über die Beteiligung der hessischen Ritterschaft und der einzelnen Städte an der Fehde.

 

Obwohl der Vortrag die übliche Zeitdauer nicht unerheblich überstieg, folgten die Zuhörer den Ausführungen des Redners mit gespannter Aufmerksamkeit und gaben ihm ihre Anerkennung durch lebhaften Beifall zu erkennen.

 

4. Am 27. Februar 1911 sprach Regierungsbaumeister Dr. phil. Dr. ing. Holtmeyer über „Das Karmeliterkloster zu Kasse l“1). Der Name des geschätzten Redners hatte eine außerordentlich große Zuhörerzahl angezogen, die seinem Vortrage, der durch zahlreiche Zeichnungen, Pläne und Bilder verdeutlicht wurde, mit lebhaftem Interesse folgte und dem Redner lebhaften Beifall spendete. Redner wies zunächst darauf hin, daß Landgraf Heinrich das Kind 1262 die Brüder des Ordens unserer lieben Frau vom Berge Karmel nach Kassel berufen hat, daß aber erst 1292 Erzbischof Gerhard von Mainz ihre dauernde Niederlassung in Kassel erlaubte. Sie begannen nun bald mit dem Bau ihrer Kirche, der sicher 1298 bereits im Gange war, wenn das Gebäude auch erst 1376 vollendet wurde. Redner schilderte eingehend Bauge-[schichte]

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1) Der Vortrag ist vollständig abgedruckt im „Hessenland", 1911, S. 61 ff.

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