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hin und bat, zu dessen Herstellungskosten durch Gaben beizutragen. — Bibliothekar Dr. med. Lange berichtete sodann über eine von ihm aufgefundene mittelalterliche Inschrift in Frielingen bei Niederaula, die nach seiner geschickten Ergänzung sich wahrscheinlich auf die mißlungene Belagerung des Herzbergs durch die Landgrafen von Hessen und Thüringen im Jahre 1372 bezieht. Der am Erscheinen verhinderte Obervorsteher v. Baumbach, dessen Familie sich jetzt im Besitze des Guts Frielingen befindet, schloß sich schriftlich der Ansicht des Dr. med. Lange an und stellte zur Erwägung, ob nicht die Inschrift von Eberhard von Buchenau, dem Hauptgegner der Landgrafen im Sternerkriege, zur Verspottung Landgraf Hermanns angebracht sei, da Frielingen damals Buchenauisches Eigentum war. Auch Professor Dr. phil. Wenck in Marburg billigte diese Ansicht, hegte aber Bedenken, ob nach Schriftcharakter und Sprachform der Inschrift ein so hohes Alter zuzuschreiben sei1). — Rechnungsdirektor Woringer machte hierauf Mitteilungen über die Zerstörung des kurhessischeii Zollamtes zu Preungesheim am 3. April 1833. Gleichzeitig und in Verbindung mit dem sog. Frankfurter Hauptwachensturm rückte eine Schar Bauern unter Führung des Ökonomen Neuhof, des Müllers Schrimpf aus Bonames und des Rechtskandidaten Breitenstein vor das unweit Frankfurt gelegene Zollamt Preungesheim, vernichtete die Zollpapiere und vertrieb den Zolleinnehmer. Dann rückte die Schar vor Frankfurt, vor dessen Toren sie aber Kehrt machte und sich verlief. Schrimpf hatte sich durch die Flucht gerettet, wurde eine Zeit lang auf der Goldmühle bei Hachborn verborgen und dann durch Gesinnungsgenossen nach Amerika geschafft. — Generalmajor z. D. Eisentraut zeigte den im Besitze der Kasseler Landesbibliothek befindlichen Briefwechsel des Landgrafen Wilhelm VIII. mit König Friedrich II. von Preußen vor, der von der engen Freundschaft zwischen beiden Fürsten

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1) Eine ausführliche Abhandlung Dr. Lange's über die Inschrift siehe „Mein Heimatland“, 1911, Nr. B, S. 9.

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