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Zeugnis gibt. — Redakteur Heidelbach sprach über den Namen des chinesischen Dorfes Mulang auf Wilhelmshöhe. Es ist bisher nicht zu ermitteln gewesen, ob dieser auf die schlechte Aussprache der französischen Bezeichnung für eine dort befindlich gewesene Windmühle (moulin) oder auf eine chinesische Romanze Mulan zurückzuführen ist1).
5. Am 20. Februar 1911. Die von Herrn Geh. Begierungsrat Fritsch zur Verfügung gestellten handschriftlichen Aufzeichnungen des kurhessischen Oberstleutnants Echternach über seine Erlebnisse auf dem Rückzug aus Rußland 1812 gelangten zur Verlesung. — Revisor Schröder zeigte ein bei Guntershausen in der Edder gefundenes, durch seine eigentümliche Form interessantes Steinbeil vor. — Privatmann Kochendörffer schenkte dem Verein einen tadellos erhaltenen Tschako der Kasseler reitenden Bürgergarde, aus welchem Anlaß Rechnungsdirektor Wo ring er Mitteilungen über Geschichte und Uniform der Bürgergarde machte. — Cand. phil. Kümmel berichtete sodann über den Bildungsgang zweier einflußreichen Räte Philipp des Großmütigen, der Brüder Jakob und Heinrich Lersemacher (Lersrier), über ihren Namenswechsel und über den Besuch der Universität Freiburg durch Hessen im 15. Jahrhundert. — Kunsthistoriker Wenzel teilte die Ergebnisse seiner Forschung über die älteste, nur noch in einigen Mauerresten vorhandene Kirche des Kasseler Stadtteiles Kirchditmold mit. — Kaufmann Siebert und Weißbindermeister Schiebeier machten dem Verein wertvolle Geschenke an Büchern und Bildern.
6. Am 20. März 1911 machte Bankier Fiorino aktenmäßige Mitteilungen über die Verhandlungen, die der von Landgraf Wilhelm IX. als Sondergesandter wegen Erwerbung der Kurwürde nach Mainz entsandte Landrat v. Baumbach in Hanau mit der mainzischen Regierung gepflogen hatte, sowie über die Festlichkeiten, die im Jahre 1803 in Kassel aus An-[laß] __________ 1) Der Vertrag ist vollständig abgedruckt im „Hessenland“, 1911, S. 29. |
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