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Archivar Dr. Rosenfeld, knüpfte an seinen Dank die Bemerkung, daß, wenn der Vortragende vorwiegend aus den Akten des Kasseler Geheimrats geschöpft habe, einzelnes doch auch sich im Universitätsarchiv erhalten habe, z. B. manche Urfehdebriefe relegierter Studenten. Weiter erzählte zu dem, was über den Unfug der Deposition und des Pennalismus gesagt worden war, Prof. Wenck eine auf Balthasar Schuppius, den Marburger Professor, als Gewährsmann zurückgehende Schnurre und Landgerichtsrat Gleim erinnerte daran, daß das „den Kaspar setzen“ noch zu seiner Zeit und wohl noch heute vereinzelt unter den Studenten geübt werde.

 

4. Zu dem Vortrag des Obersten von Geyso: „Die Erhebung Landgraf Wilhelms V. im Jahre 1631“ hatte sich eine ungewöhnlich große Zuhörerschaft versammelt. Einem Wunsche des Vortragenden entsprechend, bringen wir einen ausführlicheren Auszug aus diesem Vortrage an anderer Stelle dieses Heftes. Nachdem der Vortragende geschlossen, gab der Vorsitzende, Archivar Dr. Kosenfeid, dem Dank der Versammlung für den aus intimer Kenntnis des archivalischen Materials geschöpften lichtvollen Vortrag in lebhaften Worten Ausdruck. Endlich berichtete Prof. Wenck über ein treffliches jüngst erschienenes Buch des Darmstädter Stadtpfarrers Wilhelm Diehl, „eine geschichtliche Erzählung aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges“, betitelt „Der gefangene Pfarrer“, die in eben den Jahren spielt (1625—35), in welche der Vortragende die Hörer geführt hatte. Der überaus sachkundige und humorvolle Verfasser hat mit großem Geschick Wahrheit und Dichtung zu einem packenden Lebensbilde verbunden, das uns die Not der an fürstlicher Willkür, theologischer Engherzigkeit, Hexenprozessen, Kriegsnot und Pest krankenden Zeit ergreifend vorführt. Der Pfarrer Magister Hermann Schipper, ein mannhafter Kämpfer und Dulder, eine Zeit lang Stipendiatenmajor an der Marburger Universität (in Marburg spielen die ersten neun Kapitel des Buchs) und seine opfermutige Gattin (aus Gladenbach) gehen durch drangvolle Schicksale. Aus der schwersten Not errettet sie die Fürsprache des Schwedenkönigs, ein

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