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an dritter Stelle der St. Michaelskirchhof, der in den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts als Anlage des Deutschordens entstanden ist. Weiter hatte der Deutschorden für seine Angehörigen noch einen besonderen Begräbnisplatz (südlich der Elisabethkirche), der endgültig erst 1812 geschlossen wurde. Das Gleiche gilt von den Dominikanern (nördlich der Universitätskirche) und den Franziskanern (zwischen der alten Universitätsbibliothek und dem Saalbau). Der Vortragende schilderte die Gebäude, welche den Hauptfriedhof an der Pfarrkirche umgaben und das bunte Leben, das sich an dieser Stelle an kirchlichen Festtagen entfaltete. Als im 16. Jahrhundert Raummangel zur Verlegung des Friedhofs vor die Stadt nötigte, wurden noch lange in der Kirche hervorragende Persönlichkeiten begraben, zuletzt im Jahre 1783 die Witwe des Oberpfarrers Fenner. Eingehend wurden die an der Außenmauer der Kirche erhaltenen Grabdenkmäler besprochen. — Der Michaelskirchhof nahm hierverstorbene Pilger und im Hospital der heiligen Elisabeth dem Tode Verfallene auf, darüber hinaus noch manche andere, insbesondere die Leichen der Anwohner des Ketzerbachs. Im 16. Jahrhundert wurde bei St. Michael Lambert von Avignon, der französische Franziskaner, dessen Name mit den Anfängen der Reformation in Hessen so eng verknüpft ist, und Justus Vultejus (f 1575), der tüchtige Philologe unserer Hochschule, begraben. Wenn ihre Grabmäler nicht mehr vorhanden sind, so tragen doch so manche Steine bekannte Namen. Genannt sei hier aus der langen vom Vortragenden angeführten Reihe nur der 1590 verstorbene Hofgerichtsassessor Nußpicker, der Sohn des hessischen Vizekanzlers. Im Jahre 1867 wurde dieser Totenhof geschlossen, zwei Jahre früher der Friedhof am Barfüßertor, der seit 1575, mehrfach erweitert, bis dahin die Hauptbegräbnisstätte unserer Stadt gewesen war. Die Reihe der Grabsteine auf diesem neuerdings zu einem öffentlichen Garten gestalteten Friedhof ist sehr gelichtet; Dank der Wirksamkeit des Bundes Heimatschutz wurde weiterem Verfall vorgebeugt. Der Vortragende berichtete über die ehemals und gegenwärtig vorhandenen Grabdenkmäler. Auf den Gräbern |
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