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Er hatte soeben auf dem Mainzer Hoftag, indem König Heinrich VII. auf Drängen der Bischöfe das Verfahren wider den ebenfalls verketzerten Grafen von Sayn vertagte, eine halbe Niederlage erlitten, trotzig war er mit Ablehnung jeden Geleites heimwärts gezogen, da wurden er und sein mehrjähriger Helfer, der Franziskaner Gerhard Lützelkolb, der die angebotene Schonung zurückwies, von den zahlreichen Angreifern niedergemetzelt. Ihre Leichen wurden in der von Konrad errichteten Elisabethkirche begraben; auch nicht vorübergehend haben sie in der Kapelle am Ort der Tat ihre Ruhestätte gefunden. Der Papst ist für Konrad eingetreten und hat die Bestrafung der Täter verschärft, aber er hat Konrad keinen Nachfolger gegeben, die Inquisition hatte bald in Deutschland für lange Zeit abgewirtschaftet. — Professor Wenck zeigte die Abbildungen, welche in Justi's Vorzeit 1826—27 von dem Äußeren und Inneren der Kapelle gegeben sind, der Vorsitzende, Archivar Dr. Rosenfeld, knüpfte an den Dank für seine Ausführungen die Frage, ob der Gedenkstein, welcher ja leider, infolge Verwechselung mit der einstigen Elisabethkapelle am Schröcker Brunnen, von einer Kreuzkapelle spricht und nicht ganz unbeschädigt ist, einen Ersatz erhalten solle, aber zunächst schien noch kein Anlaß dieser Frage näher zu treten. — Das weiterhin folgende gesellige Beisammensein in den Räumen der Seebodeschen Wirtschaft auf dem Frauenberg wurde durch einen Gang nach der Ruine unterbrochen, wo Professor Wenck über das Wenige, was sich von der Geschichte der Burg feststellen läßt, berichtete. Es ist möglich, daß die Überlieferung von ihrer Erbauung durch Sophie von Brabant in der Mitte des 13. Jahrhunderts zu Recht besteht; gegenüber den Mainzischen Plätzen Amöneburg und Melnau mochte es damals erwünscht scheinen, diesen weitausschauenden Bergkegel mit einer Burg zu krönen, aber erst aus dem Jahre 1296 haben wir ganz sichere Nachricht von ihrem Bestand, und das Geschlecht der Herren vom Frauenberg tritt erst Anfang des 14. Jahrhunderts in unseren Quellen auf. So manchesmal von den Landgrafen verpfändet kehrt die Burg immer wieder in
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