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[Marien]kirche statt, an der sich 50—60 Herren und Damen beteiligten. Es sind wertvolle Beste mittelalterlicher Glasgemälde in 3 Chorfenstern zusammengestellt und, soweit wie möglich, durch Linnemann in Frankfurt a. M. ergänzt worden, die alte Malerei der Gewölbekappen wurde freigelegt, die Wappenschilder auf den Schlußsteinen neu bemalt und vergoldet.
Die Ausgrabungen im Gebiete des Vereins sind in Verbindung mit der römisch-germanischen Kommission in Frankfurt a. M. und unter Leitung des Herrn Professor Wolff-Frankfurt fortgesetzt worden. Letzterer berichtet wie folgt: „Im Winter des Jahres 1909/10 wurde der westliche Teil des Marköbeler römischen Gräberfeldes planmäßig durchforscht. Das topographische Ergebnis wurde im März von Professor Wolff in Gemeinschaft mit Professor Schaub und Hauptmann von Buttlar aufgenommen, die je nach ihrer Auffindung von Wolff inventarisierten Fundstücke im Sommer 1910 von Dr. phil. Kropatscheck inventarisiert. Im März wurden neue neolithische Brandgräber und gemengt mit ihnen gleichartige aus der La Tene-Zeit auf dem „Tannenkopf“ bei Butterstadt aufgedeckt. Zum ersten Male wurden auch hier Anhänger aus Tonschiefer, sämtlich nur an einer Seite durchbohrt, und — wiederum ein novum — mit ihnen in demselben Grabe und zu einem Schmuck vereinigt, ornamentierte Kiesel gefunden.
Während des Sommers und Herbstes wurde der dem Tannenkopfe gegenüberliegende große Acker der Domäne Rüdigheim, der „Judenberg" durchforscht. Es fanden sich neben römischen Mauern La Tene- und Hallstadtgruben, besonders aber zahlreiche neolithische Wohngräben mit Roessener- und linealer Bandkeramik. In und neben den Gruben der letzteren Art wurden mehrere Brandgräber aufgedeckt, die sämtlich je 2 dreieckige Anhänger enthielten, die wie die Schieferanhänger am Tannenkopf nur eine Durchbohrung hatten, aber aus Gefäßscherben mit Ornamenten zurecht geschnitten waren, die deutlich eine Mischung von Roessener- und linealer Bandkeramik erkennen ließen. Für das Verhältnis der beiden band-[keramischen]
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