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Es waren bei den Erdarbeiten am Reisberge bereits vorher eine Anzahl Vollkugeln und mehrere mit Tragösen versehene, nicht krepierte, aber noch mit Pulver gefüllte und den Zünder enthaltende Bomben gefunden worden. 2 sehr große Bomben gelangten in das Casseler Museum, die anderen Geschosse sollen an der Stützmauer des Reisbergs eingemauert werden. Diese sämtlichen Geschosse sind von den deutschen Batterien auf dem Rothenberg und aus den Laufgräben von Rothenditmold her gegen die Reisbergschanze geworfen worden. Woringer. __________
Auf eine Mitteilung des Herrn Lehrers in Gleichen, daß dort verschiedene Menschenknochen und Waffen ausgegraben seien, begaben sich am 9. Februar 1911 Herr Generalmajor z. D. Eisentraut, Herr Bibliothekar Ur. med. Lange und der Unterzeichnete nach dem genannten Dorfe. Der Augenschein ergab, daß in dem hinter dem Anwesen des Bürgermeisters an der Ortsgrenze liegenden Grasgarten 3 Menschenschädel und verschiedene Knochen in einer Tiefe von etwa 3 Fuß gefunden waren. Einer der Schädel war außerordentlich klein. Einige ebenfalls gefundene Reste von Waffen stammten ihrer Form nach aus neuerer Zeit. Nach Angabe der Bewohner des Hofes sollte schon früher nicht weit von der diesmaligen Fundstätte entfernt ein menschliches Gerippe gefunden worden sein. Nach der Form der Waffen zu urteilen, lagen wohl die Überreste von Marodeuren des 30jährigen Krieges vor, die eine Frau oder ein Kind mitgeführt hatten und von den Bauern an der Dorfgrenze erschlagen und verscharrt waren. Woringer. __________
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