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den Binnenraum hin ein erstreckt. Die peinlichste Untersuchung hat zur Deutung nichts beigetragen. Der Umstand, daß der im westlichen Teile des Beckens lagernde Ton im Vergleich zu dem übrigen eine gereinigte Form zeigt, könnte zu der Annahme führen, daß durch die Nase der ganze Raum in zwei Kammern geteilt gewesen ist, die eine zur Aufnahme des rohen Tones, die andere zur Aufnahme des gereinigten. Damit würden sich zwei andere Beobachtungen aufs schönste vereinigen, einmal die Tatsache, daß wir die mehrfache Füllung der Grube gerade hier an der Westwand nachweisen konnten, und zum anderen die unmittelbare Nachbarschaft des Doppelbeckens III, das nur 4 m davon entfernt liegt und zur Tonreinigung gedient hat. Aber wie gesagt, das ist eine Vermutung, der hier deshalb Ausdruck gegeben werden mußte, da das eigenartige Wallgebilde zu einer Deutung auffordert und wir andererseits die Untersuchung des Tonlagers für abgeschlossen erachten.

 

2. Die Wasserbecken.

Bei der Besprechung der Wasserbecken, von denen sich über ein halbes Dutzend auf der Altenburg befinden, und von denen im vorigen Jahre drei aufgedeckt sind, muß ich zunächst auf das Becken II zurückkommen. Bei seiner Beschreibung im ersten Bericht ist erwähnt, daß diese Untersuchung nicht zu Ende geführt ist. Das ist jetzt nachgeholt und dabei der Grundriß herausgekommen, den Abb. 2 zeigt. Die Figur wird dadurch sehr unregelmäßig, daß die Nordecke weit vorspringt, und deshalb an der Ostecke ein ziemlich stumpfer Winkel entsteht. Die Sohle war nicht mit 7, sondern mit 8 Bohlen ausgelegt, die unter die 60 cm hohen Seitenwände unterfaßten, also vor Aufsetzung des Kastens dahin gelegt sind. Merkwürdig war die Pfostensetzung. Überall an den Ecken standen Pfähle, und zwar jedesmal 2, einer innen und einer außen, nur an der stumpfen östlichen Ecke befand sich nur einer an der Innenseite. Weitere Pfosten sind ganz gewiß nicht in den Schacht des Beckens eingesetzt

 

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