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gewesen; der Boden zeigt felsartige Härte, sodaß die Einsatzlöcher unverkennbar und unübersehbar sind.
Von diesen 7 Pfählen gehören die 4 an den Innenecken zusammen. Sie hatten den Zweck, die Bohlenwände zu halten und gegen das andrückende Erdreich zu stützen. Was sollten aber die übrigen 3 Pfosten hinter der Wand?
Bei Becken I war es schon aufgefallen, daß einige Pfosten hoch oben aus dem Erdboden herausgeragt hatten. Das Pfostenloch wurde gleich nach Abhub der Humusschicht erkannt, während der Balkenfuß 2 m tiefer lag. Daraus wurde vermutungsweise geschlossen, daß Becken I einen Überbau gehabt habe. Dieses Bild wurde auf unser Becken übertragen, und dementsprechend die Außenpfosten als zu der Bedachungsanlage gehörig angesprochen. Hatte nun ein solcher Oberbau über dem unregelmäßigen Wasserbecken gestanden, so konnte vielleicht dabei soviel Schönheitssinn angewandt worden sein, daß das, was sich von weitem dem Auge darbot, regelmäßige Form zeigte, d. h. ungefähr rechtwinklig war. Dann mußte aber der vierte Balken beinahe l m von dem Holzkasten entfernt gestanden haben. Genau an dieser Stelle fand sich nun auch ein Pfostenloch, das zu den Abmessungen der übrigen stimmte. (Vergl. das Nebenbild auf Abb. 2.) Es reichte 1,25 m unter die heutige, 90 cm unter die alte Oberfläche. Bei diesem Befunde kann kaum bezweifelt werden, daß dieser Pfosten der gesuchte vierte Außenpfosten des Beckens ist, das also mit einem regelmäßig rechteckigen Oberbau zum Schütze gegen Verunreinigung versehen war.
Erwähnt muß noch werden, daß sich an der nördlichen Seite des Beckens und teilweise in der Grube verschiedene recht große Steine fanden. Leider ist erst zu spät auf sie Obacht gegeben, sodaß sich nichts Bestimmtes über ihren Zweck aussagen läßt. Es besteht die Vermutung, daß sie zu einer Treppe für die ungefähr 1 ½ m tiefe Grube gedient haben. Der Zugang wäre dann im Norden gewesen und zwar an der Seite, wo der Oberbau über das Wasserbecken überfaßte.
Becken IV ist 1909 neu aufgedeckt. Es liegt öst-
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