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lieh vom Tonlager und ist auf Beilage l mit IV bezeichnet. Im Prinzip bot die Untersuchung das übliche Bild, so daß bezüglich der Form und Maße nur auf den Grundriß und der Schnitte S. 115 verwiesen zu werden braucht. Das Bassin hatte keine Holzsohle wie I und II. Dabei war das Holz des Kastens auffallend weich und vermodert. Das hatte seinen Grund darin, daß das Becken nur 1,30 bis 1,45 m tief war, das Holz also 1 ½ m höher und trockener lagerte als in den anderen Bauten. Durch diesen ungünstigen Umstand wurde die Feststellung der Konstruktion sehr erschwert. Wichtig war zunächst Pfosten A, in den die beiden aufstoßenden Wände eingeläutet waren. Dann zeigte sich auf der Westseite in gleicher Höhenlage mit der Sohle des Bassins, aber auf der äußeren Seite der Kastenwand, ein Holzfußboden. Auch fand sich in der Mitte dieser Strecke noch ein Pfahl ebenfalls hinter der Wand, der also nicht zu der Kasten wand gehört haben konnte. Auf der Ostseite war ein Fußboden hinter dem Kasten nicht vorhanden. Dafür stand hier aber in Abstand von 25 cm auf halbe Seitenlange eine zweite Wand. In der Nordostecke zeigten sich 3 Pfähle.
Alle Einzelheiten sind nicht geklärt. Soviel aber scheint sicher, daß wir es hier mit 2, möglicherweise mit 3 Perioden der Anlage zu tun haben. Zuerst war hier ein Wasserbecken mit Holzbelag. Als das Holz in Fäulnis überging und das Trinkwasser verdarb, reinigte man die Sohle und baute ein neues Bassin. Dieses erhielt keinen Holzboden und fiel nicht ganz so groß aus wie das alte. Der Zwischenraum wurde mit Erde ausgefüllt, und damit der überschießende Teil der alten Holzsohle auf der Westseite zugedeckt und erhalten.
Die Funde in diesem Becken waren sehr spärlich. Nur einige Scherben kamen heraus. Besonders ist, anläßlich der Erfahrungen bei dem Doppelbecken III, auf die spätere Füllung der Grube Obacht gegeben. Sie war eine tonige Masse mit recht vielen Basaltsteinen und mehreren Holzbrettern. Ähnlich ist die Füllung — das sei hier nachgetragen — bei allen übrigen Bassins gewesen. Nach diesen Beobachtungen ist es völlig ausgeschlossen, daß die Schächte nach Verfall
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