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― 61 ― dankenswertester Weise Herr Regierungs- und Forstrat Hermes hier angenommen und durch einen Forstbeamten eine Skizze für die dauernde Aufstellung des Steins am Ohmufer den Anwesenden mitteilen lassen. — Vor der Rückfahrt von Bürgeln wurde noch die schlichte, kleine Kirche mit einigen Grab denkmälern (im Innern: v. Fleckenbühl gen. Bürgel von 1562) besichtigt.
2. Einer Einladung des neubegründeten Marburger Altertums- und Kunstvereins folgend, nahm der hiesige Geschichtsverein Sonntag, den 29. Oktober 1911, vormittags, an einer Besichtigung der Marburger Altertümersammlung teil, die in Räumen der Bürger schule in der Uferstraße vorläufig untergebracht ist. Nach Begrüßung durch den Oberbürgermeister Troje sprach Major a. D. Gessner über die Entstehung und die bisherige Entwickelung der Sammlung und hob dabei besonders die Verdienste des früheren Verwalters der Sammlung, Beigeordneten Schimpff , warm hervor, der wie für die Zusammenbringung der Stücke, so auch für die Aufstellung aufopfernd tätig gewesen ist. Bei der Besichtigung war dann neben Major Gessner besonders Schlossermeister Laubscheer als Führer und Erklärer beteiligt. Die Sammlung umfaßt besonders Marburger Sachen, wertvolle Möbel, Ge brauchsgegenstände aller Art, u. a. bemerkenswerte Porzellane und Fayencen, vor allem eine große An zahl Marburger Ansichten, auch hübsche Eisensachen. Alles dieses ist zusammengebracht worden durch den früheren Verein für Marburger Altertümer, der sich kürzlich auch offiziell aufgelöst hat. Dadurch sind diese wertvollen und vielfach bemerkenswerten Samm lungen Besitz der Stadt Marburg geworden, die umsomehr auch an ihrem Teile die Bemühungen für eine dauernde zweckmäßige Aufstellung und Erhaltung der hier vorhandenen Sammlungen zu unterstützen haben wird, als sie ja bereits die hochherzige Stiftung von Herrn Bopp für Begründung eines Mar burger Trachtenmuseums entgegengenommen hat. Auch besitzt die Stadt bereits durch Ankauf eine schöne
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