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— 128 — schierten [marschierten], nachdem abgekocht und gegessen war, um 12 Uhr ab und trafen um 5 Uhr in Hollerup 1 ) ein, wo das Schützenbataillon und das Bataillon Altenburg, Kurfürst-Husaren und die Kurhessische reitende Batterie den Auftrag erhielten, die Vorposten zu besetzen. Das Schützenbataillon bezog mit 30 Husaren die äußersten Vorposten, das Bataillon Altenburg biwakierte etwa 300 Schritt hinter dem Gros des Schützenbataillons. Die reitende Batterie und die Husaren in Pjedstedt 1 ). Hinter Bredstrup , d. h. von Friedericia gerechnet, das etwa eine Stunde von hier entfernt, befindet sich das Defilée von Bredstrup . Es fließt hier ein Bach 2 ) in einer sumpfigen Niederung, welche gegen 50 bis 130 Schritte breit ist und deren Ränder zum Teil steil abfallen. Da wo die Straße nach Friedericia dieses Tal durchschneidet, befindet sich, auf unserer Seite, ein ziemlich dichter Buchenwald. Dicht neben der Brücke über den Bach, an der Straße, befindet sich ein Hof, in welchem bis zum 6. Juli das Stabsquartier des Generals Bonin 3 ) war. Der jenseitige Talrand fällt sehr steil ab und die Straße ist als Hohlweg eingeschnitten. Etwa 300 Schritt vom Talrand entfernt, an der nördlichen Seite der Straße, liegt das Dorf Bredstrup , welches sich ziemlich weit ausdehnt. Von hier aus übersieht man die Hochebene von sehr bedeutender Ausdehnung. Die Ebene ist zwar von häufigen Erdaufwürfen durchschnitten und eingekuppelt, doch selten sieht man Knicke, d. h. Erdaufwürfe mit hohen Hecken versehen. Kavallerie würde hier ungeachtet der vorerwähnten Hindernisse gebraucht werden können, ebenso finden sich Punkte, die zu Artillerieaufstellung sehr günstig scheinen. Sicherheitsdienst. 1) l Kompagnie besetzt das Gehöft am rechten Ufer des Baches. Von hier aus wurde eine Schildwachenkette in einem Halbkreis, mit einem Radius von 3 bis 400 Schritten, ausgestellt; das Dorf Bredstrup wurde nicht hineingezogen. Ferner stellt die Kompagnie eine patrouillierende Feldwache von l Offizier, 30 Mann dicht hinter Bredstrup auf. Diese Feldwache durfte das Gewehr nicht aus der Hand setzen und patrouillierte ununterbrochen vorwärts und zu beiden Seiten. 2) Eine Feldwache von l Unteroffizier und 30 Mann wurde neben der Straße am diesseitigen Talrand aufgestellt. Dieselbe stellte zu beiden Seiten Schildwachen aus, welche rechts mit einer Kompagnie Altenburg in Verbindung standen, die hier bei einer Mühle einen Übergang besetzt hielt. 3) Eine Feldwache Nr. 2, welche vom linken Flügel der Schildwachen der Feldwache an der Straße das Tal bis zum Randersfjord 4 ) beobachtet. ___________ 1 ) Siehe Anmerkung 4 Seite 128. 2 ) Die Spang-Aa . 3 ) Kgl. preußischer Generalmajor v. Bonin , Kommandeur der schleswig- 4 ) Schmaler Meerbusen nördlich Fredericia, in den die Spang-Aa mündet.
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