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Entwicklung und Stellung Hainas und der Bunstruth in kultureller und geschichtlicher Hinsicht die Gründung eines eigenen Geschichtsvereins rechtfertigt, der durch den Zusammen schluß aller interessierten Männer und Frauen die Kenntnis der Geschichte unserer engeren Heimat vertiefen und damit der Liebe zur Heimat dienen will — so wie Jacob Grimm es einmal ausgedrückt hat: „Wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen wollen, wer sie verstehen will, überall in ihre Geschichte zu dringen suchen.“ —Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis auf diese Veranstaltung hinweisen würden und wenn wir Sie bei diesem Anlaß als Mitglied begrüßen dürften.

In die Mitgliederliste trugen sich bis heute 45 Männer und Frauen ein. Damit dürfte erwiesen sein, daß die Gründung eines Arbeitskreises zum Dienst an der Heimat in unserer alten Kulturlandschaft einem geistigen Bedürfnis entsprach.

  

8.5.1955   

Gründungsversammlung und Zusammensein mit dem Kasseler Geschichtsver ein in Haina. Vortrag Dr. Hopf, Kassel: Das Kloster Haina.

18.5.1955

Zusammensein mit dem Frankenberger Geschichtsverein. Vortrag H. Brandt in Halgehausen und an der Grabungsstätte über die Wüstung Espe.

24.5.1955

Vorstandswahl. Aussprache über die Festlegung der Arbeit für 1955.

7.6.1955

Vortrag H. Brandt: Die Geschichte der Landesheilanstalt Haina. In der anschließenden Aussprache konnten durch die anwesenden Anstaltsärzte die Behandlungs- und Heilmethoden an Geisteskranken in Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt werden.

26.6.1955

Gemeinsame Wanderung nach Halgehausen, dem Geburtsort des Humanisten und größten lateinischen Poeten seiner Zeit, Helius Eobanus Hessus (Eoban Koch). Im Halgehäuser Schulhaus Besichtigung der Funde von der Wüstung Espe. Anschließend Wanderung zu den Hügelgräbern im Heckwald und zur Grabungsstätte auf der Espe.

17.7.1955

Wanderung auf den „Wüstegarten“ im Kellerwald. Besichtigung der früh geschichtlichen Wallanlage. Vortrag von Lehrer i.R. Theiß, Dodenhausen: Die Exhelmersteine und die Geschichte der Köhlerei im Kellerwald.

23.8.1955

Vortrag Dr. Uenze , Marburg: Vorgeschichte Hessens.

11.10.1955  

Vortrag Lehrer W. Brandt, Schien, und Hauptlehrer Jacob, Löhlbach: Die Hainaer Eisenhämmer.

15.11.1955

Vortrag Frau E. Wissenbach, Gemünden/W.: Im Zeichen der deutsch französischen Verständigung. Bericht über eine Reise nach Südfrankreich.

13.12.1955

Vortrag Altbürgermeister H. Dertz, Frankenberg: Geschichte der Stadt Frankenberg an der Eder.

Heinz Brandt

 

VI. HERSFELD

Seit der Neugründung am 24.10.1952 ist der Hersfelder Geschichtsverein besonders durch Vorträge, die die Heimatgeschichte im engeren und weiteren Sinne berührten, an die Öffentlichkeit getreten. Diese Tätigkeit wurde in der Berichtszeit fortgesetzt. Außerdem konnte sich der Verein erfolgreich bei Fragen einschalten, die das historische Bild der Stadt oder die Erhaltung geschichtlich wertvoller Erinnerungen betrafen. Bei der Festlegung neuer Straßennamen wurde der Geschichtsverein zu Rate gezogen. Seine Vorschläge, die, wenn möglich, die Erhaltung alter Flurnamen beabsichtigten, konnten z. T. berücksichtigt werden, Die Wiederherstellung des alten Vitalkreuzes, das mutwillig zerstört worden war, und seine sichere Aufbewahrung wurde wiederholt gefordert und erreicht. Dem Landeskonservator wurden angesichts geplanter Änderungen an historischen Anlagen (besonders an der Stifts ruine) Vorschläge unterbreitet.

 

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