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grund [Vordergrund] stehen. Viele Fragen nach längst vergessenen Familiennamen kommen aus dem In- und Ausland. Die Zeit für größere Arbeiten wie über den Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege oder das Schloß Bischofsstein bei Lengenfeld jenseits der Grenze bei Wanfried können vom Archivar ohne bezahlte Hilfe nicht durchgeführt werden. Ein Archiv lebt nicht nur von den Akten, der Archivar möchte damit auch arbeiten können und dazu ermuntert werden!

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Der Frankenberger Zweigverein hat zusammen mit dem Kreisausschuß des Kreises Waldeck-Frankenberg 1984 ein reich illustriertes Bändchen über Philipp Soldan (von Heinz Brandt, seinem Vorsitzenden) veröffentlicht. Es ist im Frankenberger Kreisheimatmuseum zu haben. Ebenso ein zweites Heft über den Barockbildhauer Josias Wolrat Brützel (von A. Nieschalk), das über das Heimatmuseum Korbach zu beziehen ist.

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Der Geschichtsverein Gelnhausen übersandte ein neues Heft seiner "Geschichts blätter für Stadt und Altkreis Gelnhausen" mit hochinteressanten Aufsätzen, z.B. über "Erbsengassen und Linsengassen", die es in Hessen und Franken zwischen Lahn und Main, Rhön und Taunus in etwa 120 Orten gibt oder gab (auch in Marburg, Kirchhain, Alsfeld und Tann).

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Der Zweigverein Hessisch-Lichtenau berichtet von dem seit 1975 alle 5 Jahre am Heimatfest stattfindenden Lichtenauer Grenzgang, der am Sonntag, den 23. Juni 1985 unter großer Beteiligung der Bevölkerung (300-400 Teilnehmer) als Volkswanderung zur Enthüllung eines neuen "Grenzsteines" der jetzigen Großgemeinde am Gerlingstein auf dem Meißner endigte. Dieser neue "Brauch" geht auf regelmäßige feierliche Grenzgänge von Lichtenau zur Kontrolle der Gemarkungsgrenze von Lichtenau zurück, an der sich bis 1770 alle Nachbargemeinden beteiligten.

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Der Zweigverein Homberg hat eine Reihe von neuen Veröffentlichungen herausgebracht: 1) Luckhardt/Grebe: Homberg von den Anfängen bis 1648. 224 S.,36 Abb., 2 Pläne u. Zeichnungen. Preis 38,50 DM. 2) die schon 1982 erschienene Geschichte der Stadt Homberg von Erich Kaiser, 280 S., 50 Abb., 63,-- DM. 3) Wilhelm Vesper: Der Kreis Homberg, Nachdruck der Ausgabe von 1908, 120 S., 20 Abb., 2 Karten, 20, DM. 4) Homberger Hefte 28/1985 H.J. Bauer: Stadtgeschichte, gestaltet und erlebt, Lebensberichte Homberger Bürger 1916-1985. ca. 80 S. Er berichtet über elf Grenzbegänge der Homberger Gemarkungsgrenze von 1706, die vielfach buchstäb lich aufgespürt werden mußte. 1983/84 wurden 70 von 124 Grenzsteinen gefunden und z.T. kenntlich gemacht. Ab 1985 soll die Grenze des Amtes Homberg anhand der Schleenstein`schen Karte von etwa 1710 begangen und "kontrolliert" werden.

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Der Zweigverein Melsungen feierte am 23. Mai 1985 in großem Rahmen das 10jährige Bestehen des 1975 wiedergegründeten Vereins. Er spielt in Melsungen und Umgebung mit weit über 300 Mitgliedern eine große Rolle, da zahlreiche Vereinsmitglieder besondere Aufgaben in der Stadt übernahmen: Entzifferung und Aufstellung alter Grabsteine auf dem alten Friedhof und an der Kirchenmauer, Ausgrabungen an und in der Stadtkirche und der St. Georgskapelle, mehrere recht gut besuchte Ausstellungen über die Entwicklung der Stadt seit den Anfängen, Wappen und Siegel

 

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