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22,0 2,2 = 48,40 qm.

Bei 400 kg Belastung pro qm ergibt dies für eine Oeffnung eine Belastung von

48,4 400 = 19 360 kg.

Als Belastungsmaterial wurden Eisenbahnschienen verwendet, nachdem das zu diesem Gewicht erforderliche Quantum von Schienen vorher festgestellt war.

Zur Messung der Durchbiegung war an der Mitte jedes Trägers eine Latte angebracht und wurden die Senkungen an einem fest angebrachten Pfahle abgelesen.

Zuerst wurde mit der gleichmäßigen Belastung der rechtseitigen Brückenöffnung begon nen und ergab sich nach vollständiger Aufbringung derselben an dem neben dem stromab wärtigen Hauptträger in der Mitte angestellten Latte eine Durchbiegung von 17mm. Als bleibende Durchbiegung ergab sich nach Entfernung der aufgebrachten Last eine bleibende Durchbiegung von 3 mm, so daß eine elastische Durchbiegung von 14mm verbleibt.

Hiernach wurde die linkseitige Brückenöffnung genau in derselben Weise belastet wie vorher, und ergab sich hierbei in der Mitte des Hauptträgers eine Durchbiegung von 16 mm. Als bleibende Durchbiegung ergab sich hier nach Entfernung der aufgebrachten Last 16mm, so daß eine elastische Durchbiegung von 2,5mm verbleibt.

Bei der vollständig gleichmäßigen Construction, Dimension und Material der einzelnen Träger wurde von der Belastung der 3. Oeffnung abgesehen.

Da diese Durchbiegung, die constructionsgemäß zulässigen nicht überreichen, wurde die Ausführung der Eisenconstruction als eine befriedigende anerkannt und dürfte der Eröffnung der Brücke nichts mehr entgegenstehen.

Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben

gez. Dißmann      gez. v. Negelein

gez. Riekelt          gez. Lotz               gez. Möbes

Paul Dietzler

 

Burg Schöneberg wiedererstanden

14 Jahre nach dem Tod des Hofgeismarer Zahnarztes Dr. Hans Bernhardt und ein Jahr nach dem Ableben seiner Frau Lieselotte konnte in ein Modell umgedacht werden, was das Ergebnis der jahrzehntelangen Forschungsarbeit des Ehepaares gewesen war: Auf Anregung des ZV Hofgeismar des VHG hat die Stadt Hofgeismar mit Klaus Wiegand, Wolfhagen, einen professionellen Modellbauer beauftragt, die Festung auf dem nördlich der Stadt gelegenen Schöneberg "wiedererstehen" zu lassen.

Diese Burg - der Stammsitz der Edlen von Schonenburg1 - war 1151 von ihrem Erbauer, Hermann von Winzenburg, fertiggestellt und Mainz als Lehensgut aufgetragen worden. Im

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1 Vgl. z. B. K. Günther in ZHG 72, 1961, S. 45 ff.; A. Berg in Hess. Jahrb. f. Landesgesch. 1970, S. 325 ff.

 

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