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6. Den gleichen Typ der Initialen FR wie in Heinebach und Friedrichshütte zeigt eine (wohl gusseiserne (Ofen-?-)Platte, die heute an der Wand eines Privathauses in Weißenhasel (Gem. Nentershausen, Lindenauer Weg 8) angebracht ist. (Den Hinweis darauf verdanke ich Herrn Rohrbach vom Forstamt Nentershausen). Die Provenienz ist nicht zu klären. Nach Aussage des Eigentümers befand sich die Platte bis nach 1945 unbeachtet in einem (nicht mehr existierenden) Stallgebäude und diente zeitweilig zur Abdeckung eines Loches; das Gebäude selbst wurde um 1900 errichtet. Die lokale Nähe zu Nentershausen macht es wahrscheinlich, dass die Platte von dort irgendwann zwischen 1900 und 1945 den Weg nach Weißenhasel gefunden hat.

 



Platte an der Wand eines Privathauses in Weißenbach

 

Auffallend ist, dass alle diese Zeugnisse aus dem verhältnismäßig kurzen Zeitraum von 1730 (Heinebacher Kirche) bis 1738 („Lange Steine“) stammen. Es war dies die Zeit gleich nach Friedrichs Regierungsantritt in Hessen (1730) und seinem einzigen Aufenthalt in der Landgrafschaft 1731, bei dem er die Regierungsgeschäfte in Hessen seinem Bruder Wilhelm übertrug. Bedenkt man die prekäre finanzielle Lage des Schwedenkönigs, der weitgehend von den hessischen Subsidien abhängig war (Bremer 22), wird man wohl nicht fehlgehen in der Annahme, dass der eigentliche Initiator, Bauherr und Finanzier der verschiedenen Unterneh- [Unternehmungen]

 

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