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nisse [Verhältnisse] am ehesten mikrohistorisch zu fassen sind, richten sich beide Teilprojekte exemplarisch auf die in der Bördelandschaft nordwestlich von Kassel gelegene Domäne Frankenhausen.

Das Forschungsprojekt versteht sich von daher als Pilotstudie, die neue Impulse sowohl für den überregionalen Vergleich agrarischer Großbetriebe als auch - wegen seiner Gegenwartsorientierung - für aktuelle planerische Fragestellungen verspricht.

Jochen Ebert7

 

Homberg und die Preußen vor und nach 1866

Nach drei Monaten intensiver Vorarbeit war es soweit: Die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Geschichte der Jahrgangsstufe 12 präsentierten am 5. Februar 2003 in der vollbesetzten Aula der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule (BTHS) in Homberg/Efze ihren Vortrag innerhalb einer Vortragsreihe des ZV Homberg. Der Anlass dazu war ein Projekt, in dem die Schüler im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ eine historische Ausstellung zur Geschichte unseres Schulgebäudes und eine Führung zum Stand der denkmal- pflegerischen Renovierungsarbeiten organisierten.8

Die Schüler erforschten die regionalgeschichtlichen Hintergründe in Interviews, Befragungen, Literatur- und Quellenstudium, die sich um das Datum 1866 drehen, als Homberg und ganz Kurhessen nach dem sog. „Bruderkrieg“ zwischen Preußen und Österreich von den preußischen Truppen besetzt und preußische Provinz wurde. Da die Vorbereitung im Regelunterricht stattfand, mussten neben der Erforschung von spezifisch auf das Vortragsthema bezoge nen Inhalten zugleich die Vorgaben des Curriculums erfüllt und allgemein historische Zusammenhänge des 19. Jhs. erarbeitet werden. Diese flossen unter dem Fokus „Kurhessen und Preußen“ in den Vortrag ein und ließen ihn auch für „Nichtspezialisten“ und jüngere Schüler verständlich werden. So war der Vortrag für Schüler, Zuhörer und Mitglieder ein Novum: Die Schüler hatten sich nicht nur in die historischen Ereignisse und Zusammenhänge unserer Hei matstadt um 1866 einzuarbeiten, sie mussten sich auch mit den technischen und

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7 Kontaktadresse: Jochen Ebert, Universität Kassel, Fachbereich 5, Nora-Platiel-Straße l, 34127 Kassel, Telefon.: 0561/804-2360, E-Mail: joebert@uni-kassel.de

8 Die BTHS befindet sich im historischen denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Preußischen Lehrerseminars, Fertigstellung 1878.

 

 

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