Der Preis hieß zunächst „Wissenschaftspreis des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde“, dann „Wissenschaftspreis Hessische Landesgeschichte des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, gesponsort von ...“ und 2003 auch „Wissenschaftspreis Hessische Geschichte und Landeskunde des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, gesponsort ...“. Die letzte Wortwahl wurde gewählt, um alle Fachzweige der geschichtlichen Landeskunde anzusprechen.

Der Verein erinnert bei jeder Preisauslobung an das ausgewiesene Gründungsmitglied VHG, den Archivar Georg Landau. Landau überwand mit seinen historischen Arbeiten den Rahmen der politischen Historie. Durch die Einbeziehung stammes-, namens- und volkskundlicher Fragestellungen wies er der Geschichtsforschung insbesondere in Hessen neue Wege. Georg Landau ist damit zu einem Begründer der modernen „geschichtlichen Landeskunde“ als interdisziplinäre Wissenschaft geworden. Die Gremien des Vereins haben daher 2004 beschlossen, den Wissenschaftspreis zukünftig „Georg-Landau-Preis ... des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde

e. V., gesponsort von …“ zu nennen.

Prämiiert werden lediglich unveröffentlichte, noch nicht mit einem Preis gewürdigte Arbeiten aus allen Gebieten der hessischen Landesgeschichte und Landeskunde nach ihrem wissenschaftlichen Inhalt. Die Auslobung wurde und wird hessenweit bekannt gemacht; sie fand auch hessenweit Beachtung. Im Festakt des vom VHG organisierten „Tages der hessischen Landesgeschichte“ wird in der Regel ein Jahr nach der Auslobung der Wissenschaftspreis ausgehändigt.

Bisher wurde jede mit einem Preis gewürdigte Arbeit in der vereinseigenen Schriftenreihe „Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde“ gedruckt. Der Verein bemüht sich in der Regel mit Erfolg, andere druckwürdige Arbeiten in seinen Publikationen oder durch Ansprache anders-wo veröffentlichen zu lassen. Die bisherigen

Wissenschaftspreisträger sind:

1987 5.000 DM, Dr. phil. Ulrich Sieg, Marburg: Das Fach Philosophie an der Universität Marburg 1785-1866.

1990 5.000 DM, Dr. phil. Wolfgang Ayaß, Kassel: Das Arbeitshaus Breitenau. Bettler, Landstreicher, prostituierte, Zuhälter und Fürsorgeempfänger in der Korrektions- und Landarmenanstalt Breitenau (1874-1949).

1992 5.000 DM, Dr. phil. Brigitta Vits, Marburg: Die Wirtschafts- und Sozialstrukturen ländlicher Siedlungen in Nordhessen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.

1993 5.000 DM, der Preis wurde nicht vergeben.

1994 10.000 DM, Dr. phil. Ulrich Stöhr, Burgwald, Marburg: Die Verwendung des „kleinen“ Kirchengutes in der Landgrafschaft Hessen im Zeitalter der Reformation.

1995 5.000 DM, Dr. phil. Ulrich von Nathusius, Ahnatal, Marburg: Kurfürst, Regierung und Landtag im Dauerkonflikt. Studien zur Verfassungsgeschichte Kurhessens in der Reaktionszeit (1850-1859).

1997 5.000 DM, Der Preis wurde nicht vergeben.

1998 5.000 DM, Dr. phil. Volker Fischer, Marburg: Stadt und Bürgertum im Vormärz. Kommunalreform und gesellschaftlicher Wandel in kurhessischen Städten 1814-1848.

1999 5.000 DM, Dr. phil. Matthias Gums, Nienstädt, Marburg: Von der Bewegung zur Partei

Liberalismus in Kurhessen 1847-1850.

2000 10.000 DM, Dr. phil. Christine H. Bauer, Fulda: Hausbau und Baugesetze in Hessen-Kassel/Kurhessen zwischen 1532 und 1866.

2001 10.000 DM, Dr. phil. habil. Thomas Fuchs, Gießen, Berlin: Hessische Chroniken. Traditionsstiftung und Identitätsgeschichte. Erinnerungspolitik und Geschichtsschreibung in der Landgrafschaft Hessen bzw. Hessen-Kassel.

2003 6.000 Euro, Dr. phil. Markus C. Blaich, Ingel-heim/Rhein, Marburg: Das Gräberfeld von Eltville (5.-8.Jh. n. Chr.). Beiträge zur frühmittelalterlichen Siedlungsgeschichte des Rheingaus. Voller Stolz kann ich sagen: der Wissen

schaftspreis des Vereins für hessische Ge

schichte und Landeskunde hat viel Aufmerk

samkeit und Anerkennung gefunden. Natür

lich hat der Verein für hessische Geschichte

und Landeskunde sich über die gefundenen