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dabei junge Nachwuchswissenschaftler
und forschendende Vereinsmitglieder mit
namhaften Historikern zusammengebracht
wurden und ihre Ergebnisse vorstellen
konnten. Es war das erklärte Ziel
des VHG, mit dem Gedenken an Philipp
den Großmütigen diese Persönlichkeit
weiten Bevölkerungskreisen bekannt zu
machen und die Bedeutung seines Wirkens
für die weitere Entwicklung Hessens
aufzuzeigen. Die Durchsetzung der
Katzenelnbogener Erbansprüche und die
rasche Einführung der Reformation sind
hier als Beispiele zu nennen, die Landkarte
und Identität unseres Bundesland
bis heute beeinflussen. Gleichzeitig hoffte
der Verein, die Landeshistoriker anzuregen,
Teilkapitel im Leben dieses Landesfürsten
besser oder überhaupt wissenschaftlich
aufzuarbeiten.
Wir wollten natürlich auch unsere Vereinsziele
vorstellen und neue Mitglieder
werben. Die Besucher sollten durch die
Veranstaltungen informiert und durch
deren Bandbreite dazu angeregt werden,
die Vereinsarbeit zu unterstützen. Die
durchweg hohen Besucherzahlen sowie
das positive Echo in der Presse und im
Hessischen Rundfunk sind ein Beweis
dafür, dass sich die Mühen der Vorbereitung
gelohnt haben und dass das Philippsjahr
2004 für den VHG im 170. Jahr
seines Bestehens ein großer Erfolg war.
Unter der Leitung des Vorsitzenden, Dr.
Hans-Jürgen Kahlfuß, liefen die Planungen
des Hauptvereins für das Gedenkjahr
bereits im Jahr 2000 an. Schon zu diesem
Zeitpunkt konnten die Evangelische Kirche
von Kurhessen-Waldeck, später vertreten
durch ihren Gesamtverband Kassel,
die Hessische Kirchengeschichtliche
Vereinigung sowie Stadt und Universität
Kassel als Mitträger der zentralen Gedenkveranstaltung
vom 17.-19. September
gewonnen werden. Leider kam mit
Blick auf die angestrebte Veranstaltungsreihe
eine engere Zusammenarbeit mit
dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft
und Kunst nach hoffnungsvollen
ersten Gesprächen nicht zu Stande. Das
HMWK konzentrierte sich auf die Landesausstellung
Philipp der Großmütige.
Hessen im Zentrum der Reform, die bekanntlich
in Marburg auf dem Landgrafenschloss
in Zusammenarbeit mit der
Universität Marburg vom 4. September
bis 28. November 2004 gezeigt wurde.
Die von den beteiligten Institutionen
gebildete Organisationsgruppe hingegen
entschied sich bewusst dafür, die zentrale
Gedenkveranstaltung nicht in Marburg,
sondern in der Haupt- und Residenzstadt
des Landgrafen, in Kassel, zu feiern.
Zudem war hier mit der Martinskirche als
Grablege Philipps und als Bischofsitz der
von ihm begründeten evangelischen Kirche
der feierlichen Rahmen für den Festakt
und den Festgottesdienst vorgegeben.
Dieses große „Philippswochenende“ bot
den Besuchern eine Reihe von ebenso
feierlichen wie informativen Teilveranstaltungen,
die jeweils von einer der beteiligten
Institutionen ausgerichtet wurden.
Am Freitagabend, dem 17. September
2004, wurde das Gedenken an den
500. Geburtstag Landgraf Philipps zu