_28______________________________________________________________
jahr besuchen. Auch hier wurde das vielfältige
Programm mit Vorträgen, Stadtführungen
bei Fackelschein, Wanderausstellung,
Konzerten und Gottesdiensten
von der Kirchengemeinde, den beiden
Geschichtsvereinen und der Kommune
gemeinsam getragen. Bereits bei der
Ausstellungseröffnung am 6. Juni wurden
prominente Besucher erwartet. Bischof
Dr. Martin Hein hielt den Festvortrag
über Philipp und Europa, der thüringische
Ministerpräsident Dieter Althaus
sprach das Grußwort. Ein weiterer Programmhöhepunkt
war das von der „Ersten
Schmalkalder Tafelrunde“ aufgeführte
Festspiel Der zweyweibige Landgraf
mit Laiendarstellern aus Politik und Gesellschaft,
darunter der thüringische Minister
für Kultur und Wissenschaft, Jens
Goebel, in der Rolle Wilhelms IV. Eine
erste Aufführung mit 400 Zuschauern im
Schlosshof der Schmalkaldener Wilhelmsburg
am 17. Juli wurde wegen des
großen Zuspruchs am 30. November in
der Stadtkirche wiederholt.
Der ZV Melsungen hatte vom 7. bis zum
13. November, dem eigentlichen Geburtstag
Philipps, eine ganze Jubiläumswoche
mit einem einleitenden Festgottesdienst,
mit Vorträgen, Stadtrundgängen
und einem Konzert geplant. In der
Gesamtschule Melsungen wurde die Tafelausstellung
Mensch, Christ und Fürst
über Philipps Leben und Wirken gezeigt,
die von einer 8. Klasse zusammen mit
Vereinsmitgliedern erarbeitet worden
war. Eine kulinarische Besonderheit des
Melsunger Programms war das Historische
Essen, das der ZV am 12. November
zusammen mit der Kasinogesellschaft
Melsungen veranstaltete. Begleitet von
einem Vortrag, in dem Vereinsmitglied
Traugott Linz in die Rolle des Landgrafen
schlüpfte, sollten Gerichte nach alten
Rezepten die Tafelfreuden des 16. Jahrhunderts
vermitteln.
Bereits diese Auswahl von Veranstaltungen
des Philippsjahres zeigt, dass sich die
Entscheidung des VHG, dezentral zu
feiern, bewährt hat. So konnte ein großes
Publikum im ganzen Vereinsgebiet mit
einer überzeugende Programmvielfalt erreicht
werden. Das Philippsjubiläum hat
für die Zukunft der Vereinsarbeit sicher
hohe Maßstäbe gesetzt – vielleicht auch
im Hinblick auf den im Jahr 2007 anstehenden
800. Geburtstag der heiligen Elisabeth.
Neben den vielen Organisatoren
in den Zweigvereinen und den beteiligten
Institutionen ist das Zustandekommen
und der Erfolg des Philippsjahres v.a.
dem unermüdlichen Einsatz des nun
scheidenden Vorsitzenden Dr. Hans-
Jürgen Kahlfuß zu danken. Er hatte sich
dabei das Ziel gesetzt, an möglichst allen
60 Einzelveranstaltungen auch persönlich
teilzunehmen.
Christian Philipsen
vorherige Seite  -  zurück  -  nächste Seite