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Das Ziel: Eine derartige Wetterkarte
für jeden Tag der letzten Jahrhunderte.
(Karte: Ebert)
sich um Fundstellen zum Kanonissen-
Stift „Wetter“, zur Region „Wetterau“
oder zum „Wetter“ im meteorologischen
Sinn handelt. Da bei der Suche nicht
zwischen Klein- und Großschreibung
unterschieden wird, werden auch zusammengesetzte
Begriffe wie „Winterwetter“
oder „Unwetter“ gefunden.
Bei einer großen Anzahl von Suchergebnissen
kann die Suche unter Verwendung
mehrerer präzisierender Suchbegriffe, die
mit einem Plus-Zeichen zu versehen sind,
wiederholt werden – z.B. „Wetter
+Kanonissen“. Um sicherzustellen, dass
ein spezifisches Wort nicht im Suchergebnis
enthalten ist, kann das Schlüsselwort
durch ein vorangestelltes Minuszeichen
(-) markiert werden. Eine erweiterte
Suche ist mit so genannten Wildcards (*)
möglich. Wenn bspw. der Suchbegriff
„Greben*“ eingegeben wird, sind in die
Suche Wörter wie „Grebendorf“, „Grebenau“
oder „Grebenhaus“ inbegriffen.
Allerdings werden nur bis zu vier Buchstaben
angepasst. Das Wort „Grebenstein“
würde nicht gefunden. Die digitale
Edition der PB/MHG finden Sie unter
www.vhghessen.de/mhg/index.html.
Jochen Ebert (Kassel)
Sammlung historischer Wetterdaten für Hessen
Klima, Witterung und Wetter beeinflussten
das Leben der Menschen in der Vergangenheit
auf vielfältige Weise. So ließen
Hochwasser Furten unpassierbar
werden und rissen Brücken, Mühlen und
andere ufernahe Gebäude mit sich; Stürme
entwurzelten Bäume, drückten Fensterscheiben
ein, deckten Dächer ab und
brachte Scheunen zum Einsturz; Blitze
zerstörten Kirchtürme und verursachten
Großbrände; frühe, späte oder anhaltende
Fröste schädigten Wintergetreide, Weinstöcke
und Obstbäume. Trockenheit
zwang die Müller, den Mahlbetrieb wegen
Wassermangels einzustellen. Sommerhagel
konnten die Feldarbeit eines
ganzen Jahres in einer viertel Stunde
zunichte machen. Nach Missernten aufgrund
zu kalter, zu nasser oder zu trockener
Sommer oder zu langer Winter stiegen
die Preise für Lebensmittel, was die
Menschen dazu zwang, ihren Hunger mit
unreifen oder verdorbenen Lebensmittel
bzw. nicht zum menschlichen Verzehr
geeigneten Substanzen zu stillen. Nicht
selten waren Krankheiten und im
schlimmsten Fall der Tod die Folgen.
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