chen Friedhof getrennt, der 1899 auf dem ehemals klösterlichen Himmelauer Feld entstand. Die Alte Leipziger Straße, die hier als Hohlweg verlief, begrenzte das Areal im Norden. Südlich streifte die Neue Straße von 1822 den Hang, der am Zusammentreffen beider Fernverbindungen spitz endete. Heute heißt die Teilstrecke vom ehemaligen Burgtor Gelnhausens bis weit nach Osten Barbarossastraße. Der kurhessische Wasser-, Straßen- und Landbaumeister Carl Arnd beschrieb die hiesigen Verhältnisse 1858:
„Mit dem Ausbau der Straßenstrecke durch das Gebiet der Stadt Gelnhausen wurde erst im Jahre 1792 der Anfang gemacht; 1804 waren oberhalb der Stadt 368 Ruthen 3 gebaut, und erst 1809 bis 1817 wurde die Strecke unterhalb der Stadt und zwar zuletzt auf Anordnung der kurhessischen Regierung ausgebaut; zuletzt befand sich noch eine Lücke, dicht oberhalb der Stadt, welche erst 1822 ihren Ausbau erhielt."4.
Im Ergebnis sagt Arnd aus, dass die Strecke unterhalb der Stadt bis zu den Mühlenbetrieben (Mehl- und Papiermühle) vorrangig chaussiert und erst 1822 der Feldweg über den' Nippel ausgebaut wurde. Der Ausbau griff auch in die Gewann Eiserne Hand folgenschwer ein. Es sollte nicht der letzte Zugriff bleiben. Im Jahre 1987 war die Friedhofserweiterung notwendig geworden. Als sie im November 1990 nach parkähnlicher Bepflanzung als abgeschlossen galt, war wiederum die Eiserne Hand
betroffen.
Wie können wir uns mit weiteren Einzelheiten vertraut machen? Es gab ja einen Stadtrechtskreis, dem
Abb. 1
Die Gewann „Eiserne Hand" der Stadt Gelnhausen, nicht maßstäblicher Ausschnitt aus dem Übersichtsplan der Stadt Gelnhausen, 1:2500. Quelle: „ Übersichtsplan der Stadt Gelnhausen ". 1.2500; Pulchra-Druck CG.Blankerts Düsseldorf. Mitte 20. Jhds.
Abb. 11
Die Eiserne Hand des Stadtrechtskreises Gelnhausen, hier: Mark Neustadt i.0.
Quelle: Stadtbuch Neustadt i.0. 1953. S. 38.