Dokumentation zum Tag der Hessischen Landesgeschichte am 19. September 2009 in Kassel
175 Jahre 1834−2009  Verein für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.

 

Stadtführungen

Dr. Friedrich Waitz von Eschen

Kassel als Residenzstadt der Renaissance und des Barock

1. Rondel
Von dem Befestigungsbauwerk hat man einen lohnenden Blick über die Fulda vom Wehr im Norden bis zur Karlsaue im Süden. Die Fulda­brücke lag früher dichter am Schloss. Hier unternahm auch Denis Papin Anfang des 18. Jahrhunderts seine U-Boot-Versuche. Das Rondel ist mit anschließenden Mauern das einzige erhaltene Bauwerk aus dem Zusammenhang des Landgrafenschlosses (seit 1277 Residenz der hessische Fürsten, im 16. Jahrhundert unter Philipp dem Großmütigen als Festung ausgebaut, 1811 unter der Residenz König Jérômes abgebrannt). Heute steht hier der moderne Bau des Regierungspräsidiums: Seit über 700 Jahren wird von hier aus Nordhessen verwaltet.
2. Renthof
Das Gebäude (ehemals fürstliche Finanzverwaltung) entstand Anfang d. 17. Jh. aus Gebäuden des Karmeliterklosters. Die gut erhaltene Renaissance-Baugruppe mit reichem Wappenportal dient jetzt als Altersheim.Der sehenswerte Apollo-Brunnen (von Wilhelm Vernukken) erinnert an die 1595 hier gegründete Hofschule und Ritterakademie, in der Heinrich Schütz ausgebildet wurde. Von 1633–1653 bestand hier die Universität Kassel.
3. Brüderkirche
Das älteste Kirchengebäude der Stadt wurde 1292–1376 für den Bettelorden der „Brüder vom Berge Carmel“ gebaut, seit 1526

 

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