Dokumentation zum Tag der Hessischen Landesgeschichte am 19. September 2009 in Kassel
175 Jahre 1834−2009  Verein für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.

 

Pfarrkirche der Altstadt. Nach der Kriegszerstörung wurde sie in der ursprünglichen Form wieder aufgebaut. Gottesdienste werden hier heute nicht mehr regelmäßig abgehalten. Sie hat verschiedene Verwendungen gefunden, von Konzerten über Ausstellungen bis zu Festlichkeiten.
4. Marstall / Markthalle
Der Marstall wurde Ende des 16. Jahrhunderts von den Baumeistern Hans und Hieronymus Müller im Stil der Weserrenaissance errichtet. Das Erdgeschoss diente den landgräflichen Stallungen, das Obergeschoss der bedeutenden Kunst- und Raritätenkammer Landgraf Wilhelms des Weisen. Dieser Fürst stiftete hier auch die Landesbibliothek.
Dieses älteste Museums- und Bibliotheksgebäude der Stadt wurde nach der Zerstörung 1943 nur äußerlich wieder nach dem alten Vorbild aufgebaut. Im Dachgeschoss befindet sich heute das Stadtarchiv. Ansonsten wird das Gebäude als Markthalle genutzt.
Mit diesem Ensemble Renthof – Brüderkirche – Marstall und den Türmen der Martinskirche hat sich ein eindrucksvolles Stadtbild erhalten.
5. Ottoneum
Das Ottoneum, das Theater des Landgrafen Moritz, war das erste geschlossene Theatergebäude in Deutschland (erbaut 1603–1606 von W. Vernukken). Im Laufe der Zeit fand es verschiedene Verwendungen: Gießhaus, Garnisonskirche, „Kunsthaus“ = Museum und das Collegium Carolinum (eine naturwissenschaftlich ausgerichtete Hochschule), das in diesem Jahr mit vielen interessanten Vorträgen an sein Gründungsjahr vor 300 Jahren erinnert. Heute beherbergt das Ottoneum ein Naturkundemuseum. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite grüßt mit alten Mauern und gut erhaltenen Fassaden-Reliefs das ehemalige Elisabeth-Hospital – heute ein Mietshaus und Restaurant.
6. Schöne Aussicht 9
Vom „Balkon der Stadt“ genoss auch die Familie Grimm aus ihrem Wohnhaus den herrli-chen Blick über die Karlsaue, das Fuldatal und die Weite der Landschaft auf Kaufunger Wald, Meißner und Söhre.

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