2. Das Fotoarchiv
Das Fotoarchiv, eine Sammlung von ca. 3.000 Abbildungen zu Frauenbewegung und Emanzipationsgeschichte 1848 –1968, basiert auf Fotos und Druckgraphiken aus den Nachlässen sowie auf Reproduktionen aus zeitgenössischen Büchern und Zeitschriften. Es handelt sich überwiegend um Portraits, daneben auch um Abbildungen von Gebäuden, Fotos von Veranstaltungen (Kongresse, Tagungen) und Bilder aus Freizeit und Berufsleben. Im Rahmen eines von der VW-Stiftung geförderten Projektes konnten große Teile des Fotobestandes zusammen mit den Beständen einiger anderer Archive erfasst, sicherheitsverfilmt und digitalisiert werden.
3. Die Bibliothek
Sie ist als Präsenzbibliothek organisiert und umfasst mittlerweile 28.500 Bände, darin enthalten sind auch 2.300 Bände aus der Bibliothek des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, die uns mit dem Archivbestand des DEF überlassen wurden. Gesammelt wird alle Literatur, die sich mit Leben und Stellung von Frauen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert befasst. Ein besonderes Interesse gilt den organisierten Frauenbewegungen; sie werden in all ihren Phasen und Erscheinungsformen dokumentiert. Hier wird deshalb auch die vollständige Sammlung aller Dokumente angestrebt. Neben Monographien, Sammelwerken, Kongressberichten und Broschüren sind in der Geschichte der organisierten Frauenbewegungen insbesondere Zeitschriften von Bedeutung, da sie wie kein anderes Medium Auskunft über tagtägliche Geschehnisse und Einblick in längerfristige Entwicklungslinien geben. In der Bibliothek sind über 1.000 Zeitschriftentitel vorhanden, von Clara Zetkins „Gleichheit“ bis zur „Christlichen Frau“ des Katholischen Deutschen Frauenbundes, vom „Blatt für die Hausfrau“ aus den 1920er Jahren bis zur „Welt der Frau“ aus der Nachkriegszeit.
4. Das Pressearchiv
Eine umfangreiche Presseausschnittsammlung ergänzt die Bibliothek; einige Tageszeitungen und die zentralen Periodika der neuen Frauenbewegung und der Geschichtsforschung werden regelmäßig ausgewertet. In 300 thematischen bzw. biographischen Ordnern finden sich Informationen zu ca. 2.000 Frauen sowie zu zahlreichen Themengebieten der Frauenbewegung, z. B. zur Geschichte des § 218, zu Frauen im Exil oder zu den ersten Studentinnen in Deutschland.
Die Archivbestände sind größtenteils, die Bibliotheksbestände vollständig über die
Die Stiftung Archiv der deutschen
Frauenbewegung in Zahlen
• 450 lfm Nachlässe und Aktenbestände;
• Bildarchiv mit ca. 3.000 Abbildungen;
• 28.500 Buch- und mehr als 1.000 Zeitschriftentitel in der Spezialbibliothek;
• Gesamtwert der Archiv – und Bibliotheksbestände ca. 2,8 Mio. Euro;
• 23 größere Forschungs- und Erschließungsprojekte;
• 59 Ausgaben der archiveigenen Zeitschrift „Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte“;
• 14 Bände in der „Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung“;
• Über 250 Veranstaltungen, 10 Ausstellungen und 80 frauengeschichtliche Stadtführungen;
• 3 thematische Websites zu Archivierungsfragen in Frauenvereinen und zur Geschichte der Frauenbewegung (www.FrauVerA.de; www.FrauVerA-erzaehlt.de; www.bpb.de/themen/KYOE75,0,Frauenbewegung.html)
• Bisher ca. 4.000 Personen bei Archivführungen und über 10.000 Nutzerinnen und Nutzer.
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