32 Zweigvereine
traditionell unsere Jahreshauptversammlungen
mit einem Vortrag bereichert, nun aber
leider erkrankt war, sprang Vorstandsmitglied
Karl-Hermann Völker am 2. Februar mit einer
Bildpräsentation über den europäischen Kulturwanderweg
„Hugenotten- und Waldenser-
Pfad“ ein. In der anschließenden Jahreshauptversammlung
wurde nach den Jahresberichten
der bisherige Vorstand wiedergewählt. Neuer
Schriftführer wurde Dr. Horst Hecker. Besonderen
Dank für die langjährige Mitwirkung als
Schriftführer und Fahrten-Ansprechpartnerin
bekamen Jürgen Siegesmund und seine Frau
Eleonore Siegesmund (38 Besucher).
1. Vorsitzender Karl-Hermann Völker musste
auch am 9. März den Vortrag übernehmen,
den eigentlich unser einen Monat zuvor verstorbenes
Vorstandsmitglied Hans Otto Landau
halten wollte, aber nicht mehr vollenden konnte:
„August Heldmann (1834-1919) – Viermündener
Pfarrer, hoch anerkannter Historiker und
Autor“ (52 Besucher).
Der 200. Geburtstag eines großen Sozialreformers
und Pionier der Genossenschaftsbewegung
stand am 20. April bei einem Vortrag von
Karl-Hermann Völker im Mittelpunkt. Thema:
„Friedrich Wilhelm Raiffeisen und das Frankenberger
Land“. Die Veranstaltung fand im
Hörsaal der Frankenberger Bank statt, die dazu
auch Mitglieder ihrer Genossenschaft eingeladen
hatte (58 Besucher).
Unter dem Titel „Warum nichts bleibt, wie
es war – eine ungewöhnliche Heimatgeschichte“
berichtete mit sehr viel autobiografischen
Bezügen am 25. Mai Klaus-Ulrich Battefeld,
Referatsleiter für Arten- und Naturschutz im
hessischen Umweltministerium, über Landschafts-
und Nutzungsgeschichte des Frankenberger
Landes (42 Besucher).
Zwei sehr aktive regionale Geschichtsinitiativen
galt es am 16. Juni kennenzulernen:
Eine Tagesfahrt führte zur wieder entdeckten
Mikwe in Volkmarsen und zur „Wasserkunst“
in Landau. Vor Ort wurde wir in Volkmarsen
von Ernst Klein vom Arbeitskreis „Rückblende
– gegen das Vergessen“ sowie in Landau von
Norbert
Rennert geführt (20 Teilnehmer).
Über die Arbeit der Forschungsstelle für Personalschriften
an der Marburger Philipps-Universität
informierte am 10. August deren Leiterin
Dr. Eva-Maria Dickhaut mit anschaulichen
Bildern und Dokumenten zum Thema „Ehrengedächtnisse
auf Papier – Leichenpredigten als
Quelle historischer Wissenschaften“ (35 Besucher).
Im Jahr, in dem das benachbarte Korbach
„500 Jahre Franziskanermaler“ mit Vorträgen
und Ausstellungen feierte, war auch Dr. Peter
Witzel, Fachmann für sakrale Kunst, wieder
einmal im Zweigverein Frankenberg zu Gast.
Er schilderte am 19. Oktober mit reichem Bildmaterial
„Maler, Bildschnitzer und Fassmaler
im mittelalterlichen Meitersdorf und Korbach“
(32 Besucher).
Die „NS-Pogromnacht in Frankenberg vor 80
Jahren“ war am 9. November Anlass für eine
gemeinsame Gedenkfeier der beiden Frankenberger
Konfessionen mit dem Geschichtsverein.
In der Liebfrauenkirche beschrieben Pfarrer
Christoph Holland-Letz, Gemeindereferentin
Christiane Adler und weitere Sprecher ausgewählte
Schicksale von verfolgten und ermordeten
jüdischen Bürgern. Die Orgel wurde von
Bezirkskantor Nils-Ole Krafft gespielt (96 Besucher).
Die traditionelle Abschlussveranstaltung
„Advent und Jahresrückblick im Geschichtsverein“
fand, da die Frankenberger Ratsschänke
geschlossen worden ist, erstmals im katholischen
Gemeindehaus statt. Dekoration und
Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernahmen
Mitglieder des Vereins. Die Einstimmung