Zweigvereine 33
machte eine Bildmeditation „Er befielt seinen
Engeln, dich zu behüten“ mit Motiven aus Kirchen
und Museen des Waldeck-Frankenberger
Landes. Daran schloss sich der Jahresrückblick
mit vielen Fotos aus dem abgelaufenen Programmjahr
an (30 Besucher).
Veranstaltungsteilnehmer insgesamt: 451.
Veröffentlichungen, Aktivitäten
Das Jubiläumsjahr der Reformation 2017 mit
seiner großen Ausstellung „Philipp Soldan –
Bildhauer der Reformation“ an drei Spielorten
in Frankenberg wirkte auch im Berichtsjahr
noch nach: Am 29. Mai 2018 überbrachte
der hessische Innenminister Peter Beuth die Urkunde
mit dem vom Land Hessen genehmigten
Namenszusatz „Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg“.
Auch vom Frankenberger Geschichtsverein,
der mit seinen Mitgliedern aktiv beim Jubiläumsjahr
2017 bei Ausstellung und Katalog
mitgewirkt hatte, wurde diese Umbenennung
mitgetragen.
Sie fand auch in dem ehemaligen „Kreisheimatmuseum“,
2017 umbenannt in „Museum im
Kloster Frankenberg“, ihren nachhaltigen Niederschlag,
indem dort die Werke des Renaissance-
Künstlers Philipp Soldan auch deutlich
in der Art der Präsentation aufgewertet wurden.
Museumsleiter Heiner Wittekindt, der bereits
2009 eine erste große Soldan-Ausstellung
mit Soldans „Ratsherrenbank“ als Leihgabe aus
der Museumslandschaft Kassel organisiert hatte,
trat 2018 aus gesundheitlichen Gründen von
seinem Amt im Museum ebenso wie von dem
des Vorsitzen des Fördervereins Kreisheimatmuseum
zurück.
Es kann als Glücksfall bezeichnet werden,
dass sich nach ihm die Frankenberger Kunsthistorikerin
und Leiterin der Bad Arolser Museen,
Dr. Birgit Kümmel, bereitfand, sowohl
die Leitung des vom Landkreis getragenen
Museums im Kloster Frankenberg wie auch
des Vereins Kreisheimatmuseum zu übernehmen.
Birgit Kümmel hatte bereits für die Konzeption
der Soldan-Reformations-Ausstellung
2017 die Verantwortung getragen. Sie fand nun
auch für die Weiterführung und Neukonzeption
des Museums die Unterstützung von Mitgliedern
des Geschichtsvereins wie Ruth Piro-
Klein, Dr. Horst Hecker und Lothar Finger.
Es
fanden mehrere Sonderveranstaltungen, unter
anderem zum Thema Blaudruck, im Klosterhof
ein interessiertes Publikum.
Auch im vergangenen Jahr war der Frankenberger
Geschichtsverein, insbesondere das von
ihm betreute Stadtarchiv mit Dr. Horst Hecker,
Ansprechpartner für viele Bürger mit geschichtlichen
Fragestellungen und Interessen.
Mitglieder des Geschichtsvereins begleiteten als
Stadtführer zahlreiche Besuchergruppen durch
Frankenberg oder hielten Vorträge vor Vereinen
und Gruppen. Gerade die Zusammenarbeit
mit den Stadtführern/innen gestaltete sich besonders
eng. Als stellvertretende Vorsitzende
des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde
hielt Ruth Piro-Klein engen Kontakt
zum Hauptvorstand. Sie vertrat unseren Verein
auch bei den Veranstaltungen benachbarter
Geschichtsvereine.
Das Gedenken an die NS-Pogromnacht vor
80 Jahren bestimmte im November 2018 auch
die Erinnerungsarbeit des Frankenberger Geschichtsvereins.
In einem gemeinsamen ökumenischen
Gottesdienst am Abend des 9. November
in der Liebfrauenkirche wurden Gesichter
und Schicksale von Verfolgten und Opfern
des nationalsozialistischen Pogroms
im Frankenberger
Land in den Mittelpunkt gestellt.
Erstmals hatte das Gymnasium Edertalschule
zu einer Gedenkfeier, die von Karl-Hermann
Völker
gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern
gestaltet wurde, in die Kreiskulturhalle