18 Zweigvereine Gesellschaft. Für die Durchführung waren Ernst-Heinrich Meidt und Karl Rudi verantwortlich. Die Zahl der Teilnehmer betrug 12. Am 29. August referierte der Historiker Peter Eisenburg in Haus der Lehrerausbildung vor 22 Zuhörern über „Dr. Josef Hörle – eine markante Persönlichkeit der Bad Hersfelder Regional- und Schulgeschichte“. Am 17. September stand eine archäologische Wanderung zur Befestigungsanlage auf dem Stallberg und einem weiteren Hügelgrab auf dem Programm. Geführt wurden die sieben Teilnehmer von Jürgen Schneider. Etwa 80 Zuhörer kamen am 5. Oktober zum Vortrag von Wilfried Roßbach zum Thema: „Lolls von 1980 bis 2015 – ein Traditionsfest im Wandel“. Am 22. Oktober gab es eine Fahrt zur Besichtigung der osthessischen Barockkirchen Gilfershausen und Richelsdorf. Geführt wurden die 35 Teilnehmer der Exkursion von örtlichen Gemeindemitgliedern. Der für den 29. Oktober geplante Tag der offenen Tür musste wegen einer Corona-Erkrankung im Vorstand leider abgesagt werden. Den Abschluss des Jahresprogramms bildeten zwei Stadtführungen von Ingrid Waldeck am 12. und 17. November. Dabei begaben sich die 25 Teilnehmer auf die Spuren des bekannten Renaissancebaumeisters Johannes Weber und anderer historisch bedeutsamen Fachwerkgebäuden von Bad Hersfeld. Die Stiftsruine in Bad Hersfeld ist nicht nur ein heiliger, geschichtsträchtiger Ort, sondern auch ein sagenhafter. Deshalb lud der Hersfelder Geschichtsverein dorthin ein, um seine neueste Veröffentlichung „Geheimnisvolle Sagen im Land an Fulda und Werra“ vorzustellen, die Dr. Karl Kollmann aus Eschwege und Ingrid Waldeck aus Bad Hersfeld mit Unterstützung ihrer jeweiligen Geschichtsvereine verfasst haben. Monatelang haben Ingrid Waldeck und Karl Kollmann Sagen zusammengetragen und dabei festgestellt, dass bestimmte Figuren und Themen an vielen verschiedenen Orten auftauchen. Frau Holle, zum Beispiel oder weiße Damen. Der Glaube an Frau Holle wurzele in den weltweit verbreiteten Vorstellungen der „großen Göttin“, der Mutter Erde, deren Verehrung bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgt werden könne, erklären die beiden Autoren, die jeder Themengruppe ein Bild, ein Zitat und ein erklärendes Kapitel vorangestellt haben. Mit dem Beginn des Ackerbaus und der daraus folgenden Sesshaftigkeit habe eine neue Phase der Menschheitsgeschichte begonnen. Das Christentum habe die alten Gottheiten dämonisiert. Auch die weißen Damen sind alte Gottheiten. Sie erscheinen nämlich tagsüber zur Mittagsstunde, nicht etwa nachts zur Geisterstunde. In vielen Sagen triumphiert der neue Glaube über den alten, zum Beispiel bei den Geschichten, in denen Riesen mit Steinen nach Kirchenbaustellen werfen, diese aber nicht zerstören können. Eine solche Sage gibt es zum Beispiel aus Niedertalhausen. Sagen seien immer verortet und erinnerten an ein historisches Ereignis, eine schlimme Tat oder eine wundersame Hilfe, erläutert Ingrid Waldeck. Die rein historischen Sagen wurden allerdings in dem Buch nicht berücksichtigt. Lesenswertes in Auswahl Riesen, Wichtel und Damen – Geschichtsvereine veröffentlichen Buch über Sagen
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