42 Zweigvereine Dabei trat unser langjähriger Vorsitzender, Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, nicht zur Wiederwahl an, bleibt aber als Beisitzer dem Vorstand erhalten. Für seinen fachkundigen und engagierten Einsatz ist ihm der Zweigverein zu großem Dank verpflichtet. Den Vorsitz hatte er 2014 übernommen, nachdem er sich bereits über 20 Jahre lang als 2. Vorsitzender engagiert hatte. Ein besonderes Anliegen seiner Amtszeit war die Förderung interessierten Nachwuchses: So initiierte er Kooperationen mit der Universität Kassel, um beispielsweise jungen Nachwuchsforschern die Möglichkeit zu geben, an den ‚Wissenschaftlichen Unterhaltungsabenden‘ des Zweigvereins ihre Projekte zur hessischen Geschichte und Landeskunde vorzustellen und zu diskutieren. Und 2015 nahm der Arbeitskreis Jugend (damals Ulla Spielmann und Jürgen Fischer) seine Tätigkeit auf. Auch wurde die Zweigvereinsreihe der KGB mit fünf weiteren Bänden fortgesetzt, und im Kontext des Landgraf-Carl-Jubiläums wurde eine Kooperation mit der MHK eingegangen. Eine Würdigung von Dr. Friedrich von Waitz erfolgte dann auch bei einer Veranstaltung am 1. November durch den Zweigverein – repräsentiert durch seinen Nachfolger Jürgen Fischer, früherer Geschichtslehrer aus Kassel, der im Vorstand bereits als Beisitzer und dann als 2. Vorsitzender aktiv gewesen ist. Zwei Vorträge von Vereinsmitgliedern fanden in Kooperation der Volkshochschule Kassel und des VHG statt: Am 12. Juni referierte Dr. Joachim Schröder über die „Casseler Kunstausstellung 1922 – Öffnung zur Moderne“; dies war zugleich die Buchpräsentation für den gleichnamigen Band 55 der Hessischen Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde (auch online, bei KOBRA). Darin behandelt er nicht nur die Ausstellung, sondern auch ihre Wirkungen in der Ortspresse sowie weiterführende Diskussionen zur Kunstakademie. Und am 11. Oktober berichtete Prof. Dr. Krause-Vilmar über „Das bewegte politische Leben und Wirken des Albert Greszinski“; vor seiner Berliner Zeit, die eng mit dem Schicksal der Weimarer Republik verbunden ist, lebte er 1907–1919 in Kassel, war damals Sekretär des Deutschen Metallarbeiter-Verbands, zuletzt auch Vorsitzender eines Gewerkschaftskartells. Sein besonnenes Handeln begünstigte 1918/19 in Kassel einen unblutigen, reibungslosen Übergang zur neuen Republik, und im November 1918 betreute er auch den Aufenthalt der Obersten Heeresleitung in Kassel. Am 1. November fand dann im Ottoneum, dem früheren „Kunsthaus“ Landgraf Carls, eine Gesprächsrunde des neuen Vorsitzenden mit Kasseler Museumsleitern statt: „Wunderkammern des Wissens – Die Schätze Kasseler Museen entdecken“, moderiert von der Kasseler Albert Greszinski 1919 (Bildnisse der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung, Berlin 1919, S. 6)
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