Zweigvereine 43 Kulturredakteurin Bettina Fraschke (HNA). Im Zentrum standen die wissenschaftsgeschichtlich bedeutenden Sammlungen des Kunsthauses – um 1698 eingerichtet, war es eine anwendungsbezogene Weiterentwicklung von Kunst- und Wunderkammern, von naturwissenschaftlichen, technischen und mathematischen Sammlungen, Laboren, Sternwarte, Anatomie und Naturkunde bis zu antiker bis frühneuzeitlicher Kunst; seit 1709 dienten sie zudem als Lehrsammlungen des neuen Collegium Carolinum. Heute sind sie auf verschiedene Sammlungen der MHK und das städtische Naturkundemuseum verteilt, im allgemeinen Bewusstsein (auch in der Forschung) aber nicht gebührend bekannt und gewürdigt. Auch die kleinen, begrenzten Veranstaltungsformate der späteren Pandemie-Zeit wurden fortgeführt: Am 13. Januar hielten Jürgen Fischer und Ulla Spielmann im Augustinum einen Vortrag über das Gebiet der Altstadt, und Jürgen Fischer setzte seine Historische Spaziergangs- Serie „Schöne Aussichten“ fort: am 5. Mai als Vortrag in der Evangelischen Kirchengemeinde Harleshausen, am 20. September und 19. Oktober als Rundgang. In einem weiteren Historischen Spaziergang führte er am 24. Juni ebenfalls eine Kleingruppe „Um Mulang und Lac“. Und auch die Jugendarbeit fand unter Jürgen Fischer eine Fortsetzung, durch Kooperationen mit dem Friedrichsgymnasium und der Offenen Schule Waldau. Blick über den Papinplatz auf Ottoneum, Zwehrener Turm und Elisabethhospital Das Ottoneum nach dem Umbau zum Kunsthaus (um 1695–98), auf dem Dach mit Altan, Treppenturm und oberem Kuppelsaal für die Sternwarte (Rekonstruktion: Christian Presche, graphische Grundlage: Alois Holtmeyer: Die BuKD im Reg.-Bez. Cassel, Bd. VI, Kreis Cassel-Stadt, Marburg 1923, Tafel 336,2)