46 Zweigvereine demokratischen Europäer“ berichtete Eckhard Preuschhof am 22.11.2023 über seine Erlebnisse als Heranwachsender im NS-Staat, über seine Zeit als junger Erwachsener in der DDR und seine Flucht nach Westdeutschland. 1931 im ostpreußischen Königsberg (heute Kaliningrad) geboren, absolvierte er einen Teil seiner Schulzeit in der Nationalsozialistischen Erziehungsanstalt (Napola). Nach Kriegsende kam der 14-jährige über Umwege nach Dänemark, wo er in einem Lager interniert wurde und lebte ab 1947 wieder bei seinen Eltern, die sich im sächsischen Merane eine neue Existenz aufbauten. Nach dem Abitur 1951 und dem Studienbeginn in Potsdam verließ er die DDR über West-Berlin. Eckhard Preuschhof schloss seinen beeindruckenden Bericht mit der Mahnung, den hohen Wert unserer liberalen Demokratie zu schützen und sich, bevor es zu spät ist, entschieden gegen alle autoritären Tendenzen im gesellschaftlichen und politischen Diskurs einzusetzen. Den letzten Vortrag im Veranstaltungsjahr 2023 „Heinrich Heine – sein Leben und seine wichtigsten Werke“ hielt am 6.12. Heinz Becker. Heinrich Heine wurde am 13.12.1797 in Düsseldorf geboren. Seine Eltern gehörten dort zur kleinen jüdischen Gemeinde und da er später das Geschäft des Vaters übernehmen sollte, wurde er ein Jahr vor dem Abitur aus der Schule genommen und begann eine kaufmännische Ausbildung. Nachdem das Geschäft des Vaters gescheitert war, ging er zum Onkel nach Hamburg, interessierte sich aber auch dort nicht für kaufmännische Dinge. Der Onkel finanzierte ein Jurastudium, aber Heine fand trotz Taufe keinen Einstieg in eine Advocatur. Er beschloss vom Schreiben zu leben, dem er sich auch während des Studiums stark gewidmet hatte. Einige seiner Werke sind: „Die Harzreise“, „Reisebilder“ und „Buch der Lieder“. 1831 ging er nach Paris und setzte sich neben eigenen Dichtungen mit den Werken deutscher Dichter und Philosophen auseinander. Sein wohl bekanntestes Werk ist: „Deutschland, ein Wintermärchen“, das nach einer Deutschlandreise 1843 geschrieben wurde. Nach langer Krankheit starb er 1856 im Alter von 59 Jahren. Brigitte Riedel Der Vorstand des Zweigvereins Jürgen Fischer, 1. Vorsitzender; Dr. Christian Presche, 2. Vorsitzender; Dr. Dominik Motz, Schatzmeister; Helga Reich, Schriftführerin; Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, Dr. Stephan Schwenke und Christa Gutsche, Beirat. Mitgliederstand am 1.1.2024: 173 (Eintritte: 2, Austritte: 5, Todesfälle: 4). Aus dem Jahresbericht 2023 Seit 2013 gehört der Bergpark Wilhelmshöhe zum UNESCO-Weltkulturerbe, und so stand das Jahr 2023 für den Zweigverein Kassel ganz im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums. Dabei boten der Verein Bürger für das Welterbe e. V. und der Zweigverein eine gemeinsame Veranstaltungsreihe an: Im Zentrum standen zwei Führungen am Welterbetag (4. Juni): Marie Kefenbaum und Norbert Arnold zeigten das Innere des Herkules-Oktogons und gaben zugleich Einblicke in die ständig notwendigen Erhaltungsmaßnahmen; und Dr. Karsten Gaulke stellte vor Ort die Technik der barocken Wasserkünste vor, deren immer noch originale Funktionsweise ganz wesentlich zur Einzigartigkeit und zum Wert der Anlage beiträgt. In einem ZWEIGVEREIN KASSEL