64 Zweigvereine das Buch von Andreas Kappeler mit dem gleichen Titel zu großen Teilen verwendet. Bormuth spannte geschickt den Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart im Verhältnis der beiden Länder Ukraine und Russland und beleuchtete dabei den häufigen Wechsel von Zusammenarbeit und Konflikten der beiden Nachbarn in verschiedenen Zeitabschnitten. Den Schwerpunkt seiner Ausführungen bildeten nach einigen wenigen Ausführungen über die Zeit der Russischen Revolution und der jeweiligen Bedrohung unter der Herrschaft Stalins und Hitlers, die Veränderungen nach der Auflösung der Sowjetunion und damit die Entstehung des unabhängigen Nationalstaates Ukraine. Den Schlusspunkt des interessanten Vortrags bildeten dann die detaillierte Einschätzung über die Orangene Revolution (2004) und die des Euro-Majdan (2013/14) und letztlich die Annexion der Krim und die Separatistenunterstützung im Donbass (2014) durch russische Truppen. Eine gute Grundlage für eine anschließende kontroverse Diskussion einer sehr gut besuchten Veranstaltung. Im März referierte dann Sabine Köttelwesch aus Kassel über die Bedeutung von Philippine von Brandenburg-Schwedt, Landgräfin von Hessen (1745–1800). Die Referentin konnte in der von ihr bekannten unterhaltsamen und kompetenten Weise die Probleme, aber auch die Möglichkeiten adeliger Frauen im 18. Jahrhundert bestens aufzeigen und das interessierte Publikum zu weiteren Fragen in der abschließenden Diskussionsrunde ermuntern. Die lebhafte Beteiligung der Zuhörerschaft machte auch diese Veranstaltung zu einem Erfolg. Am 19. April 2023 besuchten wir dann relativ in der Nähe Witzenhausens Bad Heiligenstadt in Thüringen. Der dortige Museumsverein, zu dem wir weiterhin gute Kontakte pflegen, hatte uns zu einem halbtägigen Besuch eingeladen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die umgestaltete Fußgängerzone, aber noch mit einigen interessanten Bauwerken aus der DDR-Zeit und früheren Jahrhunderten, besuchten wir das sehr interessante Heimatmuseum. In diesem Museum ist es gelungen historische Kostbarkeiten auszustellen, aber auch heutige moderne Künstler mit ihren Werken zu präsentieren. Eine gelungene Darbietung unter kompetenter Führung. Im Mai fand ein Rundgang zur Dorfgeschichte von Roßbach statt (siehe nachfolgenden Bericht). Im Juni konnten wir die Bedeutung von Wasserversorgung, Heilbad, Landschaftsplanung und attraktiver Bebauung in einer größeren Stadt wie Kassel nachverfolgen. Der neue 1. Vorsitzende des Kasseler Geschichtsverein im VHG Jürgen Fischer stellte in unserem Veranstaltungsgebäude, „Haus Hildegard“ umfangreiches Karten, Foto- und Plakatmaterial zum Thema: Wasser, Kurbad Wilhelmshöhe als Teil des UNESCO-Weltkulturerbe in Kassel vor. Dabei spielten in seinen Ausführungen der Bergpark Wilhelmshöhe mit Schloss, Löwenburg, Kaskaden und weiteren bedeutenden Kleinarchitekturen wie Gewächshaus und chinesisches Dorf Mulang eine wichtige Rolle. Für unsere Mitglieder und Besucher auch in der Vorgehensweise gewisses Neuland, durch Betrachtung von Plakaten, Fotos und Postkarten neue Erkenntnisse in aktiver Mitarbeit zu gewinnen. Eine Darbietung, die neugierig auf die Überprüfung der gewonnenen Erkenntnisse vor Ort in Kassel macht. Am 30. September fuhren 34 Personen nach Quedlinburg. Die über 1000 Jahre alte ehemalige Königspfalz am Nordrand des Harzes empfängt die Besucher mit verwinkelten Gassen, uraltem Kopfsteinpflaster und weiträumigen Plätzen, die von Fachwerkhäusern umsäumt werden. Überragt wird das Ganze vom
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