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[Wald-]rechtes und dessen Unterschied zum Landsiedelrechte so wie von der Erbleihe an, und ersuchte um Mittheilung derfallsiger Urkunden, mit deren Sammlung er beschäftigt ist.
Zu Hanau:6. Januar. Herr Pfarrer Theobald hielt einen Vortrag über die ömischen Alterthümer in Süd-Frankreich, Gallia Narbonnensis, meist nach eigener Anschauung, und mit vielen neuen Resultaten. 2. März. Herr Dr. Denhard sprach über die Entstehung und Verfassung des vorhinnigen Großherzogthums Frankfurt, insbesondere über die Lage und den Zustand von Hanau während dieser Zeit.
Zu Fulda:20. Januar. In dieser zahlreich besuchten Versammlung hielt Herr Gymnasiallehrer Schwartz einen auf das Studium der Urkunden und Quellenschriften begründeten Vortrag über das Leben und Wirken des deutschen Königs Konrad I. Am Schlusse seines Vortrags suchte er den Beweis zu führen, daß Fulda die Begräbnißstätte dieses Kaisers sey. In den Geschichtsschreibern des Mittelalters, welche zu den Quellen gerechnet werden könnten, fänden sich über diesen Ort drei verschiedene Angaben. Ditmar von Merseburg nenne Limburg, Widukind und der Annal. Saxo Weilburg, und der Continuator Reginonis Fulda. Auf Ditmar‘s Angabe habe man mit Recht niemals Werth gelegt, indem dieselbe entweder aus Widukind entnommen und Limburg auf einem Schreibfehler für Wilinaburg beruhe, oder Ditmar habe den König Konrad mit dessen gleichnamigen Vetter Konrad Kurzbold verwechselt, welcher wirklich in Limburg beigesetzt worden. Was die beiden andern Angaben betreffe, so entschieden sich die meisten neuern Schriftsteller, vielleicht weil sie unkritischer Weise die Stimmen blos zählten, nicht aber prüften, für Weilburg. Der Annal. Saxo sey aber bekanntlich ein späterer Kompilator, der
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