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[Vor-]fahren ererbt hatte, wird durch eine andere von demselben in Mulinhuson XII. kal. Aprilis (ohne Jahreszahl) ausgestellte Urkunde *) zur Gewißheit erhoben. In dieser bezeugte Meinnerk, daß der edle Hoda ein praedium Gelanthorpe in der Grafschaft des Herzogs Bernhard im Gau Tilithi, der heiligen Maria dem Märtyrer Kilian und Liborius überwiesen und dafür von Meinnerk sieben Talente erhalten habe. Im Ortsregister der Regesta Sch. ist die Vermuthung ausgesprochen, daß jenes Gellendorp, daß am Bückeberge gelegene Dorf Gellendorf Amts Bückeburg sein könne, obgleich die Reihenfolge, in welcher Meinnerk die Gegenstände seiner Schenkung aufführte: Wydun, Gelldrop, Rumbeke – wozu noch Fuelen in der Bestätigungs-Urkunde der Päpste Eugenius und Lucius vom 7. Mai 1146 und 27. Februar 1183 (Reg. Sch. Nr. 27 u. 77) kommt – schließen ließen, daß auch Gellendorf gleich den genannten andern Orten, an der Weser liegen müsse. Daß dieß sich wirklich so verhält, die erwähnte Vermuthung demnach widerlegt ist, kann nunmehr nachgewiesen werden. Ein Teil der Feldmark von Rumbeck nämlich heißt noch jetzt das Gellendorf es sind dies diejenigen 60 Acker Land, welche in der Feldcharte von Rumbeck die Ziffern 127 bis 172 führen; die Grundstücke Nr. 128, 133, 146 und 154 werden namentlich bezeichnet: im Gellendorfe, die übrigen: vor dem Gellendorfe; es sind dieselben im Besitz derjenigen Bewohner von Rumbeck, deren Höfe die Nummern 1, 2, 4, 5, 5½, 5¼, (der getheilte Hof Nr. 5) 7, 8, 12 und 15 führen. Alle diese Hofbesitzer haben bis in die jüngsten Zeiten Zinsprästationen an das Kloster Abdinghof zu liefern gehabt, die erst vor Kurzem durch die Kurhessische Regierung angekauft und nunmehr abgelöst sind. Es kann deswegen als feststehend angenommen werden, daß das alte praedium Gelanthorpe in dem Dorfe Rumbeck aufgegangen ist. Als gemeines Gut (Pfingstanger) war noch ein Grundstück von 103 Acker: der Holzbruch vor dem Gellendorfe geblieben, welches im Jahre 1778 unter sämmtliche 52 Bewohner von Rumbeck vertheilt ist, von denen auch diejenigen, deren Höfe die Nummern 16, 17, 30, 36, 45 und 46 tragen, dem Klo-[ster] ____________________ *) welche ich abschriftlich durch die Güte des Herrn Archivar Landau in Cassel erhielt.
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