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[Klo]ster Abdinghof zinspflichtig waren. Wahrscheinlich ist jenes Grundstück ursprünglich ein ausschließliches Vermögensstück der 14 dem Kloster zinspflichtigen Einwohner von Rumbeck gewesen, während es bei der Theilung als Eigenthum der ganzen Gemeinde wird betrachtet worden sein. – Ein Theil der Rumbecker Interessentenwaldung, welcher ungefähr 150 Acker halten soll, heißt noch jetzt Forstort Gellendorf und wird ebenwohl als ein Pertinenz des praedium Galanthorpe betrachtet werden dürfen, welches Bischof Meinnerck vom edlen Hodan, dem Sohne der Godruna, erwarb.

Ein anderer Theil der Feldmark von Rumbeck, welcher die Goldbreite heißt, wird wohl nicht mit Goltbeke in Verbindung gebracht werden dürfen, obwohl auch Vieles gegen die Vermuthung spricht, daß letzteres in Goldbeck Amts Rinteln zu suchen sei.

 C. W. Wippermann.

 

2. Gelzenleuchter.

In der in Nr. 4 der periodischen Blätter niedergelegten Anfrage bin ich durch die Art und Weise, wie die Acten, aus welchen ich schöpfte, Wasenmeister und Gelzenleuchter mehrfach nebeneinander stellten, zu dem Irrthume verleitet worden, beide Bezeichnungen für identisch zu halten. Erst später fand ich, daß dem nicht so sey. In einer Rechnung von 1621 kommen nämlich folgende Posten vor:

„3 fl. 6 kr. gipt Johannes Almeröder der Geltzenleuchter zur Berstadt jährlichen vor den Schnidt im Ampt Schotten vordt Stornfelß.“

„2 fl. 4 kr. 9 pf. ist der Waasenmeister zur Gitzen auf dem Ampt Stornfelß zu entrichten schuldigk.“

Es ergibt sich daraus, daß beide verschieden und der Gelzenleuchter namentlich der Schweineschneider war *)

 Landau

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     *)    Mit dieser Erklärung stimmt auch Herr Dr. Dieffenbach zu Friedberg überein, welcher zu obiger Anfrage u. a. folgendes bemerkt: „Der Ausdruck „Gelzenleuchter“ (Gölzenleichter, Gölzenleuchter) ist noch jetzt in der Wetterau gebräuchlich, wie dieß Herr Professor Dr. Weigand in Nr. 9 des Intelligenzblatts für Oberhessen (Friedberg) 1845 dargethan hat und bezeichnet S. 5. Schweineschneider oder Sauschnitter. Herr W. sagt daselbst: „Altdeutsch die Gölze bedeutet nehmlich ein Ferkel, besonders ein junges weibliches Schwein; und leichter (leuchten) ist in süd-[deutschen]

 

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